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Boulevard Ein Mann mit vielen Gesichtern, eine malende Muse und einfallsreiche Schüler
Leipzig Boulevard Ein Mann mit vielen Gesichtern, eine malende Muse und einfallsreiche Schüler
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09:50 15.05.2018
Gesichtsleser Eric Standop (r.) schaut sich das Gesicht von Erzieher Maik aus Leipzig Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Der Gesichtsleser Eric Standop (51) war im Leipziger Begegnungszentrum „Im Einklang“ zu Gast. Der studierte Pädagoge arbeitete früher als Journalist, später als Manager in der Computerspiele-Industrie. Nach zwei Burnouts verabschiedet er sich von seiner Karriere, ging auf Sinnreise nach China und lernte dort die Kunst des Face-Readings kennen. Im Reich der Mitte gehört das Handwerk des Gesichtlesens zum Alltag. „In Europa war ich anfänglich als Hippie und esoterischer Spinner verschrien“, erzählt der Kosmopolit, der mittlerweile in vielen Orten in Europa, Asien und den USA unterwegs ist und beruflich das Minenspiel seiner Probanden analysiert.

Eric Standop analysiert Kopfform, Nase, Mund und Stirnpartie. Quelle: Andre Kempner

Leipziger im Test

Mit einer großen Portion Neugierde erschien Erzieher Maik Findeisen (43) in Leipzig zum Termin: „Hierzulande wollen sich die Männer meist nicht in die Karten schauen lassen“, sagt Standop. Ausnahmen bestätigen die Regel. Im Schnellverfahren (23 Minuten) nimmt er Gesichtsform, Nase und Augen, Stirn, Mund und Mimik unter die Lupe. Der Facereader deckt Eigenarten auf, entlockt Geheimnisse und gibt spezifische Ratschläge, wie Talente gewinnbringend eingesetzt werden können. „Mit dem Wissen über sich selbst lässt sich sogar ein passender Liebespartner besser finden... oder eben der richtige Mitarbeiter”, sagt er. Resümee des Meisters: „Ein chinesisches Sprichwort sagt: Jeder will einen schützenden, tröstenden und Schatten spendenden Jadebaum im Garten haben.“ Findeisen ist nach dem Check fast sprachlos: „Zu 98 Prozent treffen seine Aussagen zu“, sagt der Vater einer vierjährigen Tochter.

Malende Muse

Helga Anders-Faber (71) ist eine Leipziger Künstlerin, die seit vielen Jahren Gesichtsausdrücke und Emotionen für ihre Malereien studiert. Nach dem Abitur hat die gelernte Empfangssekretärin als nebenberufliches Mannequin beim Verlag für die Frau gearbeitet. Damals hörte sie viel Musik, beschäftigte sich mit den schönen Künsten und malte abstrakte Bilder „zur Entspannung“, erzählt sie.

In einem Laden in der Messehofpassage stellt sie inzwischen ihre figurativen Kunstwerke zur Schau und verkauft sie. Zwei Jahre lang war Helga Anders-Faber übrigens die Muse des großen Malers und Vertreters der Leipziger Schule, Arno Rink, der im vergangenen Herbst gestorben ist. „Knallige Farben, mein Blau auf den Bildern – das hat er geliebt“, sagt sie und plaudert ein wenig über die große Liebe: Ihr erster Ehemann, Michael Faber, spielte zu DDR-Zeiten Fußball bei der Loksche: „Für mich war er damals der schönste Mann Leipzigs“. Die Beziehung ging im verflixten siebten Jahr in die Brüche, geblieben ist Sohn Kai (53), der in ihrem „Lebensbild“ einen gebührenden Platz einnimmt.

Ehe Nummer zwei mit Gewandhausmusiker Albrecht Anders hielt ebenfalls sieben Jahre lang. Seit nunmehr zehn Jahren ist sie mit ihrem dritten Ehemann unter der spanischen Sonne und im Leipziger Waldstraßenviertel heimisch. Pieter ist Holländer und hat seine Liebe zu Klein-Paris entdeckt. Der 87-Jährige liebt es, mit seiner Frau im Café Wagner zu frühstücken oder mit dem Fahrrad die Stadt zu erkunden.

Schlaue Kids

Die Leipziger Gymnasiasten Ferenz und Simon der Klasse 6/2 der Schule an der Telemannstraße kommen ins Fernsehen. Denn sie starten am 14. Mai, 19.25 Uhr im KiKA beim größten Schülerquiz Deutschlands. Qualifiziert hatten sich die Messestädter mit einem kreativen Bewerbungsvideo, was die Jury begeisterte. Während sich die Jungs aufs Rugby-Spielfeld wagten, tanzten die Mädchen als Cheerleader auf dem Platz.

Die Leipziger Gymnasiasten Ferenz (li.) und Simon der Klasse 6/2 der Schule in der Telemannstraße wetteifern am Montagabend im KiKa. Quelle: KiKA

Sollten die Teenager die TV-Show „Die beste Klasse Deutschlands“ gewinnen, winkt ihnen beim Superfinale am 26. Mai eine Klassenfahrt ins schottische Edinburgh. Einschalten und Daumendrücken nicht vergessen!

Von Regina Katzer

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