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Boulevard Filmprominenz in Leipzig: Von falschem Cellospiel und echten Männerküssen mit Henry Hübchen
Leipzig Boulevard Filmprominenz in Leipzig: Von falschem Cellospiel und echten Männerküssen mit Henry Hübchen
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23:59 24.11.2013
Max Simonischek, Martina Gedeck, Markus Imboden und Henry Hübchen (von links) in den Passage-Kinos. Quelle: Christian Nitsche

Am Wochenende besuchte er die Passage-Kinos, zusammen mit seinen Hauptdarstellern Martina Gedeck (52, die auch seine Lebensgefährtin ist), Henry Hübchen (66) und Maximilian Simonischek (31). Während das Publikum Film guckte, speisten die Vier im "Weinstock" am Markt, kamen danach in den Kinosaal.

Die Geschichte ist kein Film für ein Massenpublikum, sondern für erwachsene Leute, die über das Leben und die Liebe nachdenken. Zwei Männer lernen sich zufällig kennen und sprechen beim Abendessen im Hotel über ihre letzte Beziehung. Felix (Henry Hübchen) ist von seiner Ehefrau verlassen worden. Thomas (Max Simonischek) hatte eine unverbindliche Affäre, die er irgendwann beendet hat. Im Laufe der Gespräche stellt sich heraus, dass beide von ein- und derselben Frau reden, dargestellt von Martina Gedeck.

Henry Hübchen spielt in "Am Hang" einen Berufsmusiker, aber in Wirklichkeit kann er gar nicht Cello spielen, verriet er den Zuschauern: "Da fängt die ganz große Lüge an. Den Bogen habe ich selbst geführt, aber hinter mir saß eine Stuntfrau und hat gezeigt, wie ich die Hand halten soll." Im Gegensatz zu ihm hat Martina Gedeck ihren Part am Klavier selbst gespielt und dafür im Vorfeld ihre Klavierfertigkeiten wieder aufgefrischt. "Das ist eine innige Szene zwischen den beiden Eheleuten beim Musizieren. Sich kennen und verstehen sich sehr gut. Die Musik fließt durch den Körper. Mit einem Double lässt sich das nicht so gut ausdrücken", so die Schauspielerin.

Amüsant wurde es, als Hübchen von seinem Gegenspieler Simonischek erzählte: "Er ist groß, sieht gut aus, guckt von oben auf die Welt und hat in jeder Stadt ein Mädel. Das ist natürlich deprimierend." Daraufhin gab ihm der 31-jährige Jungschauspieler spontan auf der Bühne einen Kuss - analog zum Film, wo Hübchen den Jüngeren in einer Szene auf den Mund küsst. Ein Besucher wollte wissen, ob ein Stuntman im Einsatz war, als Henry Hübchen im Film seinen Kollegen mit dem Auto umfährt. "Man lernt das auf der Schauspielschule, das gehört zum Beruf", antwortete der Berliner. Allerdings sei es heute beim Filmdreh üblich, dass "immer schon drei Stuntman um einen herum sind, egal ob man umfällt oder eine Backpfeife schlägt."

Martina Gedeck erinnert sich gern an Leipzig, weil sie hier vor zehn Jahren drei Monate lang gedreht hat - die Brigitte-Reimann-Biografie "Hunger auf Leben." "Das war eine schöne Zeit. Abends oder am Wochenende sind wir viel im Clara-Zetkin-Park spazieren gegangen und haben dort auch in der Nähe gewohnt. Und die Stadt ist sehr beeindruckend."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.11.2013

Kerstin Decker

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