Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Boulevard Förderkreis schenkt der Oper Leipzig ein Geisterschiff
Leipzig Boulevard Förderkreis schenkt der Oper Leipzig ein Geisterschiff
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 06.02.2019
Wolfgang Ramsner (links) und Günter Krauß vom Opern-Förderkreis wollen der Oper für den neuen „Fliegenden Holländer" ein Schiff schenken. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Ein Schiff wird kommen ... und direkt am Augustusplatz anlegen. Auf der Bühne der Oper, wo am 30. März der neue „Fliegende Holländer“ Premiere hat. Nach dem Skandal um die verunglückte Inszenierung des Wagner-Stückes vor zehn Jahren – die das Publikum verstört hatte und nach zwei Aufführungen abgesetzt wurde – soll es diesmal eine richtig gute Inszenierung werden, die die schlechten Erinnerungen vergessen lässt.

Dafür legt sich auch der Opern-Förderkreis ins Zeug: Er sammelt schon seit zwei Jahren Geld, um das Geisterschiff zu bezahlen, das im Mittelpunkt des Bühnenbildes steht. 20 Meter lang soll es werden und über den Orchestergraben Richtung Publikum reichen. 100 000 Euro soll das gute Stück kosten. Es wird auf einem Fahrgestell stehen, damit es schnell auf die Bühne und wieder weg gefahren sowie dort auch gedreht werden kann.

Der größte Teil des Geldes, nämlich 80 000 Euro, sind schon im Kasten. Dafür werden vor allem die Mitgliedsbeiträge der mehr als 300 Förderkreis-Mitglieder verwendet. Für die fehlenden 20 000 Euro werden nun weitere Sponsoren gesucht. Schiffspatenschaften mit Namensnennung können schon ab einer Spendensumme von 100 Euro abgeschlossen werden. Derjenige, der den größten Betrag springen lässt – da geht es um Summen von mehr als 1000 Euro –, darf das Schiff am 5. März taufen. An diesem Tag wird eine kleine Party in den Theaterwerkstätten gefeiert, wo das Segelschiff derzeit nach den Wünschen und Anforderungen von Regisseur Michiel Dijkema gebaut wird.

„Die Oper braucht bürgerschaftliches Engagement, um noch besser arbeiten zu können. Ziel unseres Förderkreises ist es, der Oper etwas Zusätzliches zu ermöglichen“, sagt Wolfgang Ramsner, Geschäftsführer des Vereins und Ansprechpartner für die Holländerschiff-Aktion. 2012 hatte der Förderkreis einen neuen Bühnenboden für „La Traviata“ finanziert und damit die Wiederaufführung der beliebten Verdi-Oper möglich gemacht. 2016 wurde durch Spenden des Förderkreises „La Cenerentola“ als zusätzliche Produktion für den Spielplan der Oper Leipzig ermöglicht.

Der Förderkreis der Oper Leipzig wurde 1992 von einigen wenigen, dafür aber umso engagierteren Freunden der Leipziger Oper gegründet. Durch Probenbesuche, Künstlergespräche, Diskussionen mit der Theaterleitung, Opernreisen in die nähere und weitere Umgebung, Premierenfeiern und Sonderveranstaltungen in der Oper erhalten die Mitglieder aus nächster Nähe Einblick in das Theaterleben. Bis zum Ende der laufenden Spielzeit stehen beispielsweise Theaterreisen nach Magdeburg, Meiningen und Chemnitz auf dem Programm.

www.foerderkreisoper.de

Von Kerstin Decker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sechs Auszubildende haben sich für die Deutsche Meisterschaft der angehenden Maskenbildner qualifiziert. Auch Felix Jones aus Leipzig ist dabei. Ende März will er in Düsseldorf mit seinem „Eisprinzen“ überzeugen.

06.02.2019

Natali Juhasz aus Leipzig hat sich für den „Playboy“ ausgezogen. Auf der Titelseite des Märzheftes posiert die Energy-Sachsen-Moderatorin mit vier weiteren Radiokolleginnen in einem Münchner Tonstudio.

06.02.2019

Neues Gesicht bei der Soko Leipzig: Ab 1. Februar verstärkt Kommissarin Kim Nowak, dargestellt von Amy Mußul, das ZDF-Ermittlerteam. Von ihren Kollegen wurde die Berlinerin sofort ins Herz geschlossen.

28.01.2019