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Boulevard Harald Schmidt sammelt in Leipzig 6000 Euro bei Auktion für Forschungszentrum Depression
Leipzig Boulevard Harald Schmidt sammelt in Leipzig 6000 Euro bei Auktion für Forschungszentrum Depression
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19:15 01.10.2014
Kunstauktion mit Harald Schmidt in Leipzig: Gesammelt wurde zugunsten der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Zur Eröffnung des neuen Forschungszentrums Depression war der Schirmherr persönlich in die Messestadt gereist.

Den höchsten Preis erzielte ein Ölgemälde, das Schmidt gleich selbst mit nach Hause nahm. Für das Kunstwerk „Kleines Mädchen führt Minotaurus aus dem Labyrinth“ machte die Late-Night-Legende 2000 Euro locker. Gewohnt locker führte der 57-Jährige auch durch die Versteigerung, bei der sich die Teilnehmer für die Werke aus dem Kunstwettbewerb „Face Depression!“ immer wieder munter überboten. Die Startgebote begannen bei 300 Euro. „Es ging heiß her“, berichtete Stiftungssprecherin Heike Friedewald.

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Auch Witwe von Johannes Rau ersteigert Kunstwerk

Insgesamt fanden rund 150 Gäste und Schmidt-Fans den Weg in den Hörsaal des Zentralen Forschungsgebäudes der medizinischen Fakultät in der Liebigstraße. Auch Christina Rau, Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, ersteigerte eines der sechs Kunstwerke. Sie ist Schirmherrin der Deutsche-Bahn-Stiftung, die das neue Forschungszentrum mit 700.000 Euro unterstützt. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Bahn sich für dieses Thema engagiert, und sind auch mit dem Ergebnis der Versteigerung sehr zufrieden“, sagte Friedewald.

Nach Angaben der Stiftung gibt es vier Millionen Depressions-Betroffene in Deutschland, aber nur eine Minderheit wird optimal behandelt. „Die Gründe hierfür reichen von fehlendem Wissen über die Erkrankung und ihre gute Behandelbarkeit über diagnostische und therapeutische Defizite seitens der Ärzte bis hin zu Engpässen im Gesundheitssystem“, erklärte Stiftungsvorstand Prof. Ulrich Hegerl.

Forschung zu Schlafentzug als neue Behandlungsmöglichkeit

Nach Angaben der Stiftung gibt es vier Millionen Depressions-Betroffene in Deutschland, aber nur eine Minderheit wird optimal behandelt. Quelle: dpa

Im neuen Forschungszentrum Depression sollen Wissenschaftler die Erkrankung weiter erforschen und neue Therapieansätze entwickeln. Geplant sind zum Beispiel Studien zum Zusammenhang von Schlaf und Depressionen – nach Erkenntnissen der Forscher könnte Schlafentzug dabei helfen, die psychischen Leiden teilweise zu lindern. Außerdem soll in einem weiteren Projekt geprüft werden, wie wirksam vorhandene Selbstmanagement-Programme für depressiv erkrankte Menschen sind. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde 2008 gegründet.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat eine neue Hotline gestartet. Unter der Nummer 0800 / 33 44 533 finden sowohl Betroffene als auch Angehörige Hilfestellungen sowie Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten.

Robert Nößler / dpa

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