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Boulevard "Hebammen"-Autorin Sabine Ebert schreibt in Leipzig Roman zur Völkerschlacht
Leipzig Boulevard "Hebammen"-Autorin Sabine Ebert schreibt in Leipzig Roman zur Völkerschlacht
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16:45 06.01.2012
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. Dennoch stürzt sie sich mit hochgekrempelten Ärmeln ins Gemetzel. Die Erfolgsschriftstellerin, die im November von ihrem bisherigen Wohnort Freiberg nach Leipzig gezogen ist, schreibt ihren nächsten Roman über die Völkerschlacht.

Die Buchidee wurde ihr vor zwei Jahren von Leipziger Geschichtsfans schmackhaft gemacht, mit Blick aufs Jubiläum der Völkerschlacht 2013. Sie brauchten nicht lange, um die Bestseller-Autorin zu überzeugen: „Was für ein Thema!", findet die frühere Journalistin, „eine große Herausforderung und eine große Verlockung." Zumal die Völkerschlacht in Romanen bislang völlig unterbelichtet sei und außerhalb Leipzigs wenig bekannt ist - dabei war es die größte Schlacht der Menschheitsgeschichte bis zum Ersten Weltkrieg.

Anfangs wollte sich die gebürtige Berlinerin lediglich ein Zimmer in Leipzig nehmen. Bald wurde ihr klar, dass sie den Roman nur vor Ort schreiben kann. „Hier stehen noch viele Gebäude aus dieser Zeit, hier sind alte Sichtachsen erhalten. Ich bin ganz nah an den Quellen, bekomme spezielle Fachliteratur und treffe Leute, die sich auskennen." Um ins Thema einzutauchen, hat die zierliche Frau „Bücher, Bücher, Bücher gelesen", das Schlachtfeld erkundet, war zweimal beim Biwak, hat sich über Ausrüstung, Waffen, Tornisterinhalte informiert und sich zeigen lassen, wie man Kanonen lädt.

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Seit Silvester ist die Autorin quasi abgetaucht, schottet sich in ihrer Innenstadt-Wohnung ab. „In Klausur gehen" nennt die 53-Jährige diese intensive Arbeitsphase. Sie hat sich mit Vorräten eingedeckt, damit sie nur alle paar Tage aus dem Haus muss. Ihre beiden erwachsenen Kinder, Freunde und Verwandte hat sie gebeten, sie jetzt in Ruhe zu lassen. Denn sie muss Struktur in die Masse an Material bringen, erstellt ein komplexes Ablagesystem und eine große Zeittafel, legt Zeitlinien fest, sortiert ihr Figurenensemble und entscheidet, wer zu welchem Zeitpunkt einsteigt.

Im Februar will Sabine Ebert richtig mit dem Schreiben loslegen. Dazu braucht sie eine brennende Kerze auf dem Tisch, Blumen, Tee oder Kaffee und viel Schokolade. Ihre Wohnung hat sie so ausgesucht, dass sie Ruhe hat, „aber wenn ich aus der Tür falle, bin ich mitten im quirligen Leben." Den Prolog hat sie seit Langem fertig, viele Szenen schon in Skizzen angelegt. Allerdings hat sie auch gewaltigen Respekt vor der Fülle des Stoffs, an dem man sich leicht verheben könne, wenn er schier unter den Händen explodiert. Die Zeit drängt - Ende des Jahres muss das Manuskript fertig sein. „Es wird ein dickes Buch, und ich denke, es wird nicht bei dem einen bleiben."

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Sechs sächsische Mittelalter-Romane hat Ebert bisher geschrieben, vor allem die fünf „Hebammen"-Bücher. Alle sind Bestseller geworden und haben sich mindestens 100000-mal verkauft, der Erstling schon über 600000-mal. Die Schriftstellerin ist bekannt für ihre Fakten-Genauigkeit bis ins kleinste Detail, und so will sie es auch diesmal halten: „Mein größter Wunsch ist, dass ich die Leipziger wie auch die Historiker begeistern und überzeugen kann." Trotz der Düsternis der Ereignisse soll es ein Roman werden, der emotional bewegt.

Kerstin Decker

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