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Boulevard Heintje - der Mann, den einst alle Mädchen liebten
Leipzig Boulevard Heintje - der Mann, den einst alle Mädchen liebten
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14:34 12.09.2011
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. Dass ich ihn jemals treffen würde, hätte ich nicht für möglich gehalten! Aber siehe da: Beim MDR in der Sendung „Hier ab Vier" stellte er sein neues Album „Einfach ich" vor.

Der niedliche kleine Junge von damals ist ganz schön groß geworden. 56 Jahre alt ist er inzwischen, selbst dreifacher Papa, seine Kinder Pascal, Gina und Hendrik sind 30, 22 und 18 Jahre alt. Die Familie lebt auf einem Schloss in Belgien, betreibt eine große Pferdewirtschaft und, klar, arbeiten müsste Heintje längst nicht mehr. Sein vieles Geld hat er investiert: „Konservativ, in Immobilien und sichere Werte. Spekuliert habe ich nicht."

Doch wie das so ist: „So lange es noch Spaß macht, auf der Bühne zu stehen, und solange die Leute es noch hören wollen ..." reist er immer noch singend durch die Lande. "Da ich sehr jung angefangen habe, ist noch Luft nach oben. Ich möchte aber gerade und noch alleine die Bühne betreten", stellt er schmunzelnd klar. Die Hits, mit denen er als Kind berühmt wurde, gehören mittlerweile wieder in Medleyform zu seinem festen Bühnenprogramm: "Das bringt tolle Emotionen beim Publikum, Erinnerungen und manchmal auch Tränchen."

Elf Jahre jung war der Junge mit der glockenhellen Stimme, als er mit der deutschen Version von "Mama" schlagartig berühmt wurde. Das Lied schlug 1967 wie eine Bombe ein. Für "Mama" und die darauf folgenden Hits wie "Heidschi Bumbeidschi", "Ich bau dir ein Schloss" oder "Schneeglöckchen im Februar, Goldregen im Mai" erhielt der Kinderstar 40 Goldene Schallplatten und einmal Platin für 2,5 Millionen verkaufte Tonträger. Auch als Darsteller in sechs Filmen brachte er die Herzen vor allem der weiblichen Fans zum Schmelzen.

Im Rückblick würde er wieder so früh eine Bühnenkarriere starten: "Keiner wusste, dass es so ein Erfolg wird. Das konnte man nicht einfach stoppen. Ich hatte Glück, habe zur richtigen Zeit das Richtige gemacht." Sein Talent hat er "vom lieben Herrgott", glaubt der Sänger: "Ich musste nicht viel üben, hatte keinen richtigen Gesangsunterricht."

Heintjes Mama lebt auch noch, „sie ist 78 und gut dabei, fährt auch noch selbst Auto." Sein Megahit „Mama" war allerdings gar nicht seiner Mutter gewidmet, stellte er klar: „Das ist ein uraltes italienisches Lied, vor mir und nach mir haben es viele andere Sänger gesungen." Seine Familie besaß damals eine Gastwirtschaft, „darin stand eine Jukebox, und da gab es dieses Lied auf Italienisch. Ich habe es immer mitgesungen und bin damit auch zum Talentwettstreit gegangen." Daraus wurde ein Megaerfolg, der den Kinderstar in die ganze Welt führte und mit Top-Stars und Top-Promis zusammen treffen ließ. Manchmal, wenn Hein Simons heute auf einer Bühne steht, bekommt er regelrechte Flashbacks: "Das war granatenmäßig, was ich alles erleben durfte. Damals rauschte alles an mir vorbei."

Bei seinem Besuch in Leipzig konnte ich ihn auch mal fragen, was eigentlich „Heidschi Bumbeidschi" bedeutet: „Das weiß ich auch nicht, irgendein Kuschelwort aus Bayern muss das sein."

Kerstin Decker

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