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Boulevard Henry Büttner beim ersten Autorennen in Baku dabei - überschattet von schwerem Unfall
Leipzig Boulevard Henry Büttner beim ersten Autorennen in Baku dabei - überschattet von schwerem Unfall
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12:22 08.11.2012
Henry Büttner startet von Platz 9. Quelle: Privat
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Er gab als einer von drei Deutschen bei der City Challenge Baku Gas. Für ihn war’s ein grandioses Erlebnis vor einer gigantischen Zuschauer-Kulisse. Wo die Menschen Löcher in die Planen der Zäune schnitten, um mit ihren Handys Fotos zu machen.

Allerdings wurde das Rennen überschattet vom schweren Unfall des Brasilianers Abba Kogan, dessen Auto im Reifenstapel explodierte. „Der hätte draufgehen können", sinniert der 48-jährige Böhlitz-Ehrenberger. Kogan ist Computerspielentwickler, mutmaßlich Milliardär und hobbymäßig ein Freak der Rennstrecken. Büttner fuhr in Baku nicht weit hinter ihm, als Kogan mit Vollgas und qualmenden Rädern in einen Reifenstapel raste, in dem sein Auto dann in einer Stichflamme aufging. Ein technischer Defekt ist wohl schuld gewesen. Der Fahrer konnte lebend rausgezogen werden - Büttner nahm ihm den schwarz verkohlten Helm ab -, doch er erlitt Verbrennungen dritten Grades. Nach der Sofortbehandlung an der Rennstrecke und in einem Krankenhaus in Baku wird der Brasilianer jetzt in London weiter medizinisch betreut. Die Rennfahrer konnten ihn am nächsten Tag im Krankenhaus besuchen.

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Das Rennen wurde abgebrochen, für Büttner endete es mit Platz fünf. Damit ist er zufrieden: „Ich bin vom neunten auf den fünften Platz vorgefahren, das war gut. Und ich bin durchgekommen." Keine Kleinigkeit auf der Stadtstrecke, die normalerweise eine Boulevard-Straße am Kaspischen Meer ist. „Kein Grip, du bist gerutscht wie Sau, das Auto brach ständig hinten aus, da hat man Schiss und muss zurückschalten. Aber darauf nimmt kein Fahrer Rücksicht. Alle sind volle Mütze gefahren, da musstest du mitmachen." Schade, bedauert er, dass es keine Punkte für seine Rennserie Boss GP gab.

Von der Hauptstadt Aserbaidshans, in der auch schon der Eurovision Songcontest (Mai 2012) und die Box-Weltmeisterschaft (September 2011) ausgetragen wurden, kann der Leipziger nur schwärmen. „Modern, cool, gepflegt, die Bordsteinkanten aus hochglanzpoliertem Granit. Und im Fünf-Sterne-Hotel haben sie uns richtig verwöhnt." Nur An- und Abreise waren nervig, dauerten jeweils fast drei Tage. Für den „Schumi aus Leipzig" ist die Saison damit zu Ende. Ohnehin ist die Kupplung seines Rennwagens kaputt und muss repariert werden, bevor im April 2013 in Hockenheim die neue Saison beginnt.

Kerstin Decker

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