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Holger Hoffmann: Der Bankier von der Ruderbank

Holger Hoffmann: Der Bankier von der Ruderbank

Wie kann man sich einen klassischen Banker vorstellen? In Schlips und Anzug, mit Aktentasche und einem Gesichtsausdruck, der Gewissenhaftigkeit ausstrahlt. Das alles scheint auch für Holger Hoffmann zu gelten.

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Holger Hoffmann.

Quelle: Putzmann Nick

Seit über 20 Jahren arbeitet der gebürtige Sachse für die Commerzbank. Nach Stationen in Frankfurt, Köln und Dresden verantwortet er seit 2012 von Leipzig aus das Wealth Management, zu Deutsch Vermögensberatung, für die Regionen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Und auch ein bisschen Banker-Nostalgie ist dem 50-Jährigen erhalten geblieben: Für ihn sind große, runde Banktresore immer noch die spannendsten Räume in seinem Arbeitsumfeld. Ein Schlüssel für einen solchen Tresor befindet sich an seinem Bund aber nicht, dafür einige Schlüssel für gesicherte Bereiche, zu denen nur wenige Personen Zutritt haben.

Herr Hoffmann, welcher Schlüssel an Ihrem Bund bedeutet Ihnen am meisten?

Trotz wichtiger Räume in der Bank ist mein wertvollster Schlüssel der für meine Haustür. Das hat damit zu tun, dass ich mich zu Hause sehr wohl fühle. Wenn ich die Tür aufschließe, dann fällt der Alltagsstress und das Geschäftsleben von mir ab.

Sie kommen nach einem anstrengenden Tag nach Hause. Wie entspannen Sie?

Wenn ich Anzug und Krawatte ablege, dann ist das der Einstieg in die Erholungsphase. Ich bin privat aber auch viel unterwegs, zum Beispiel im Rudersport als Wettkampfrichter auf verschiedenen Regattastrecken. Ich bin sehr gern in meinem Ruderverein, das ist für mich Ausgleich und Entspannung zugleich.

Wie lange rudern Sie schon?

Seit 1973, also schon 40 Jahre. Ich bin bis zum 29. Lebensjahr aktiv Regatten gefahren, war zweimal DDR-Meister im Vierer und im Achter. Das war eine Zeit, in der ich den Sport sehr intensiv betrieben habe. Aber mit dem Einstieg ins Berufsleben, der vielen Reisetätigkeit und den beruflichen Veränderungen wurde es verständlicherweise schwieriger für eine Mannschaftssportart. Ich glaube aber, jetzt eine ganz gute Balance gefunden zu haben und bin mit unserer Freizeitgruppe noch einmal die Woche auf den Ruderstrecken unterwegs.

Zurück zum Beruf. Gab es ein Schlüsselerlebnis für Sie?

Ja, das hatte ich 1992. Mein Bruder hatte sich damals selbstständig gemacht und ich habe mitbekommen, wie er nach Banken gesucht hat, um sein kleines Unternehmen auf die Beine zu stellen. Ich habe zu dieser Zeit gerade mein Studium der Wirtschaftswissenschaften beendet und gemerkt, dass mich das Thema interessiert. Insofern hat mich dieses Erlebnis durchaus geprägt und mich letztlich zum Einstieg in die Commerzbank geführt.

Gab es seitdem auch Momente, in denen Sie sich gewünscht hätten, kein Banker zu sein?

Ein klares Nein. Das liegt an meinen Erfahrungen in diesem Unternehmen. Ich habe überall erlebt, dass die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, auch für diesen Beruf brennen.

Letzte Frage. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen besonderen Schlüssel für einen Tag. Welcher wäre es und warum?

Ich war im Mai mit meiner Tochter in Rom. Wenn ich einmal den Schlüssel für die Vatikanische Bibliothek haben könnte, dann wäre das schon sehr schön. Das Zusammenspiel von Macht, Glaube und Empfindungen finde ich sehr spannend.

 

 

@Alle Teile im Internet unter www.lvz-online.de/schluesselfiguren

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.08.2013

Sebastian Broening, Lisa Berin

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