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Boulevard Hunderte Fans wollten Bud Spencer sehen - Filmstar Carlo Pedersoli signierte Autobiografie
Leipzig Boulevard Hunderte Fans wollten Bud Spencer sehen - Filmstar Carlo Pedersoli signierte Autobiografie
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19:34 24.06.2011
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Der 81-Jährige, bekannt vor allem unter seinem Künstlernamen Bud Spencer, signierte seine Autobiografie. Nicht nur aus Leipzig kamen die Besucher und reihten sich in lange Schlangen.

Von Lehmanns Buchhandlung bis zu Fielmann am Markt standen die Fans wegen des Kultschauspielers an. Innen war auch die Treppe voller Neugieriger. Security und Absperrgitter waren nötig, denn vorm Laden belagerten Schaulustige alle Fenster und es ging teilweise aggressiv und handgreiflich zu.

Für Begeisterung sorgte der Auftritt Pedersolis unter anderem bei Christian und Steffen Albrecht aus Calbitz bei Wermsdorf. Die Brüder sind schon seit Jahren Anhänger und besuchen auch die regelmäßigen Bud-Spencer-Fantreffen. Das nächste findet im September in der Westernstadt Pullmann City bei Hasselfelde im Harz. Am Freitag gehörten sie zu den ersten 20 Besuchern und erhielten einen großen Anstecker mit dem Konterfei ihres Idols.

Berlin. Wegen einer schweren Erkältung hat der Schauspieler Bud Spencer (83) seine für November geplante Deutschlandreise mit Auftritten in Dresden, Gera, Leipzig und Potsdam abgesagt. „Ich bin leider stark erkältet, und der Arzt hat mir zehn bis 14 Tage Bettruhe verordnet“, ließ der Schauspieler seine Fans am Freitag wissen.

Robert Steinbauer und Anja Fischer aus Regensburg waren sogar die allerersten in der Schlange. Sie merkten nichts von all dem Gedränge um den 81-Jährigen: „Kurz vor zehn sin mer do gewesen“, erzählten der Uni-Mitarbeiter und die Grundschullehrerin. Mit Lesen vertrieben sie sich das Warten auf Mücke, Plattfuß, Bomber, dessen Filme sie durch ihre Eltern kennen.

Gegen 18 Uhr tappte der frühere Dampfhammer aus dem Lift, auf einen Stock gestützt. Unter kräftigem Beifall und „Hehehe“-Rufen wandte er sich an seine Fans: „Ich habe Deutsche studiert eine Jahr, aber ich habe alle vergessen“, sagte der 81-jährige Italiener, bevor er begann, seine Autobiografie mit einem schlichten „Bud“ zu signieren.

„Das Warten hat sich gelohnt“, strahlten Annelie und Thomas Seibt aus Tambarz. Sie erbeuteten zwei Bücher, „eins fürs Regal und eins zum Lesen.“ Andere meinten, schon alleine ihn mal zu sehen sei das Anstellen wert gewesen.

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Als Bud Spencer ist Carlo Pedersoli weltberühmt geworden. Ob an der Seite von Mario Girotti alias Terence Hill in "Vier Fäuste für ein Halleluja" oder solo in "Sie nannten ihn Plattfuß" und "Banana Joe" - Pedersoli gab meist den schlagkräftigen und etwas mürrischen Brummbär. Dabei ist er auch Jurist und war früher Leistungsschwimmer. 1952 und 1956 startete Pedersoli bei den Olympischen Spielen.

Sein abwechslungsreiches Leben hat er nun mit viel Humor aufgeschrieben. In seinem Buch "Bud Spencer - Mein Leben, meine Filme - Die Autobiografie" heißt es: "Ich konnte einfach nicht in Rom bleiben, bei meinen Eltern und dem bequemen Leben. Ich musste herausfinden, wer ich wirklich war - ein mutiger Mann oder ein Feigling?" Der Italiener sieht sich selbst als kauzigen Vollblutkünstler, dem das Wort "Ruhestand" fremd ist, und als treuen Familienmenschen, den nichts so schnell erschüttert.

Seit April ist er auf Tour, um sein Buch vorzustellen. In Bremen musste kürzlich eine Straße gesperrt werden, weil 3000 Fans Pedersoli sehen wollten. Und in Leipzig begannen die Menschen zu klatschen, als Bud, der in einer schwarzen Limousine kam, in der Buchhandlung auf einem Stuhl Platz nahm. Für eine Signierstunde ist tosender Applaus eher ungewöhnlich.

rob / KD / rk

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