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Boulevard Jasmin, Laura, Kim und Sophie freuen sich schon auf die Schule
Leipzig Boulevard Jasmin, Laura, Kim und Sophie freuen sich schon auf die Schule
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23:03 07.01.2018
Stolz zeigen die Leipziger Vierlinge, dass sie schon ihre Namen schreiben können. Im August werden sie Schulkinder. Am Sonnabend feierten (v. l.) Kim, Jasmin, Laura und Sophie in Beucha bei Leipzig ihren sechsten Geburtstag – die LVZ war dabei.     Quelle: Leipzigreport
Leipzig

 Blinkende Luftballons und Girlanden schmücken das Wohnzimmer. Eine rosa Torte mit einer großen „6“ in der Mitte steht auf dem bunt gedeckten Tisch. Die Vierlinge Kim, Sophie, Laura und Jasmin feierten am vergangenen Samstag ihren sechsten Geburtstag. Servietten und Teller zieren nun die Bilder der PAW Patrol, heldenhafte Hunde aus Trickfilmen, Retter auf vier Pfoten, die die Eiskönigin Elsa von Nummer eins auf der Hitliste der Vierlinge verdrängt haben. Ein wenig aufgekratzt sausen die Schwestern durch die Stube, freuen sich über viel Besuch, drücken die Omas, den Opa, die Onkel und Tanten, alle anderen Gäste, packen begeistert Geschenke aus, erzählen wie aufgedreht, malen und spielen.

Auch die LVZ ist zum Gratulieren bei ihren Patenkindern vorbeigekommen. Reporterin und Fotograf sind beeindruckt, wie fehlerfrei alle vier Mädchen schon ihre Vornamen schreiben können, erst in den Block, dann größer an die Spiel-Tafel. „Sie schreiben ihre Namen schon seit fast einem Jahr. Sie können auch Tiernamen schreiben wie Löwe, Giraffe oder Hummel“, sagt Mutter Janett Mehnert (37). Stolz erzählen Kim, Laura, Sophie und Jasmin, dass sie in diesem Jahr in die Schule kommen – in die Grundschule in Beucha, wo die Familie inzwischen wohnt.

Und so nebenbei erklärt Kim der Reporterin, wie ein Kreis, ein Dreieck und ein Viereck aussehen. „Sie haben sich hervorragend entwickelt, fast mit einem Vorsprung vor anderen Gleichaltrigen, weil sie sich gegenseitig bereichern und anfeuern“, sagt auch Dr. Sabine Riße. Sie hat Janett Mehnert gemeinsam mit Professor Renaldo Faber während der Vierlingsschwangerschaft betreut. Das ganze Team der Praxis für Pränatale Medizin in Leipzig hält Kontakt zur Familie Mehnert und verpasst keinen Geburtstag der vier Schwestern. „Sie sind noch immer die einzigen eineiigen Vierlinge im deutschsprachigen Raum“, sagt die Fachärztin für Gynäkologie.

Kim, Sophie, Jasmin und Laura freuen sich mit ihren Eltern Janett und Marcus Mehnert und ihrem Bruder Lucas über viele Gäste, die mit ihnen den sechsten Geburtstag feiern. Die vier gleichen Schwestern kamen am 6. Januar 2012 per Kaiserschnitt in der Leipziger Universitätsklinik auf die Welt. Sie haben sich prächtig entwickelt, zeigen stolz, dass sie schon ihre Namen schreiben können und freuen sich auf die Schule.

Inzwischen machen sich die Mädchen mit Feuereifer über die Geschenkekartons von Oma Monika Mehnert her. Die Begeisterung kennt keine Grenzen: Vier glitzernde Kleidchen, vier Kronen und vier lange blonde Rapunzelzöpfe. Sofort ziehen sie sich um, drücken dankbar ihre Oma. Am Geburtstagstisch sitzen dann vier schmucke kleine Prinzessinnen.

Papa Marcus Mehnert (35) muss nach dem Kaffeetrinken erst einmal Berge von Kartons und Einwickelpapier rausbringen, damit wieder Platz wird im Zimmer. Lucas, der 11-jährige Bruder der Vierlinge spielt mit seinem Cousin Max (9) Autorennen. Die Vierlinge genießen es, dass so viele Erwachsene da sind, die sich mit ihnen beschäftigen. Claudia, eine Freundin der Familie, die die Mädchen von klein auf kennt, hat Kim auf dem Schoß, die von ihr wissen will, welche Länder es noch so gibt auf der Welt und wie man dort lebt. Opa Heinz Richter redet mit Jasmin und Laura. Und Oma Petra Richter räumt ein, dass sie gerade diese beiden mitunter noch verwechselt. Ansonsten könne sie jetzt alle vier Enkeltöchter auseinanderhalten. „Manchmal gibt es Zickenkrieg, aber wenn’s drauf ankommt, halten sie fest zusammen. Und sie lernen viel voneinander, sind sehr sozial“, sagt sie. Laura tobt mit ihrer Tante Jaqueline, der Schwester von Marcus.

Auch Onkel Rick, der Bruder von Mama Janett, freut sich, mit den Mädels zu spielen. Er ist froh, dass er es bald nicht mehr so weit hat bis Beucha. Er zieht jetzt von Bayern wieder zurück nach Sachsen, nach Lichtenstein ins Erzgebirge, wo er Arbeit gefunden hat. Auch seine Lebensgefährtin fand dort einen Job, so dass auch sie von Franken nach Lichtenstein mitkommen kann.

Überschattet wurde die Feier vom Tod Steffen Mehnerts, der den Geburtstag seiner Enkelinnen so gern noch erlebt hätte. Der Opa starb mit gerade 59 Jahren am zweiten Weihnachtsfeiertag. Am Heiligabend war die Vierlingsfamilie noch bei ihm und Oma Monika.

Von Anita Kecke

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