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Boulevard Jörg Junhold: Der Dschungelkönig von Leipzig
Leipzig Boulevard Jörg Junhold: Der Dschungelkönig von Leipzig
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23:59 18.08.2013

Der gebürtige Brandenburger trägt einen dicken Schlüsselbund mit sich: Ein Generalschlüssel ist daran, ein elektronischer Chip fürs Gondwanaland, ein Vierkantschlüssel für die Tiergehege und -käfige ("die letzte Sicherung zwischen Raubtier und Mensch"), ein Fahrradschlüssel, den er gerne noch öfter benutzen würde.

Herr Junhold, man sollte ja unter seinen Schützlingen niemanden bevorzugen. Unter uns: Welches Tier ist denn Ihr Liebling?

Also, meine Lieblingstiere hier im Zoo sind die Elefanten. Das sind intelligente Tiere, sie sind sehr sozial, haben ein gutes Gedächtnis und sind sehr stark. Mit diesen Eigenschaften kann ich mich durchaus auch selber identifizieren. Ich habe schon Elefanten in freier Natur beobachten können. Zum Beispiel in Südafrika oder in Tansania, aber auch in Asien. Ich war im letzten Jahr mit meiner Familie in Thailand in einem Elefantencamp. Als wir mit dem Auto unterwegs waren, überquerten tatsächlich zwei dieser majestätischen Tiere die Straße. Das war ein Erlebnis! Leider sind sie in einigen Ecken der Welt bereits ausgestorben, in Nord-Äthiopien zum Beispiel.

Als Präsident des Weltzooverbandes sind Sie viel unterwegs. Was machen Sie als Erstes, wenn Sie wieder zu Hause sind?

Es gibt Reisen, da muss ich direkt vom Flugzeug zum nächsten Meeting. Wenn ich an einem Samstag ankomme, habe ich zum Glück Zeit, erst einmal zu Hause zu entspannen. Bei schönem Wetter sitze ich dann am liebsten auf der Terrasse, bei schlechtem liege ich oft auf der Wohnzimmercouch und höre Musik, meistens Bach, Mozart oder auch Rock. Ich bin ein Freund von Phil Collins und Queen, also eher von den älteren Sachen. Und dann gibt es zu Hause natürlich auch noch meine Kinder. Sie sind zwölf und 14 Jahre alt und fordern dann auch ihren Papa.

Sie haben sicher einen kleinen Streichelzoo zu Hause.

Das stimmt. Wir haben Katzen und Kaninchen, um die sich vorwiegend meine Kinder kümmern. Sie sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen und regelmäßig Aufgaben zu erledigen. Ich selber hatte auch von klein auf Kontakt zu Tieren. Mein Vater war ja Tierarzt. Da lag es nahe, dass ich in seine Fußstapfen trete und, wie er, Tiermedizin studiere.

Stellen wir uns vor, wir schließen Ihre Haustür auf: Welche Reise-Andenken horten Sie da?

Für mich sind Erinnerungen immer etwas Besonderes und Individuelles. Ich bringe gerne Andenken mit, die mich an konkrete Erlebnisse erinnern, so zum Beispiel ein Didgeridoo aus Australien oder eine hölzerne Maske der Massai aus Tansania. Tierfelle sind jedoch nicht dabei.

Welcher Schlüssel ist denn Ihr wichtigster?

Beruflich ist das natürlich der Generalschlüssel, der mir alle Türen öffnet, so dass ich mich ungehindert im gesamten Zoo bewegen kann. Privat ist es mein Haustürschlüssel zu unserem alten Bauernhaus

Wenn Sie einen beliebigen Schlüssel für einen Tag haben dürften, welcher wäre es?

Ich bin ein Fan von Oldtimern und fahre selbst ein BMW-Motorrad aus den 1970er Jahren. Was ich mir für einen Tag wünschen würde, wäre der Autoschlüssel eines Horch 853 A Sport-Cabriolet. Er ist ein Stück Industriegeschichte aus Sachsen und eines der schönsten Fahrzeuge, die je gebaut wurden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2013

Lisa Berins / Sebastian Broenin

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