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Kati, Mimi und die doppelte Kerstin

Kati, Mimi und die doppelte Kerstin

Mit der Buchmesse hat es auch Mimi Balu glücklich auf die große Welten-Bühne geschafft. Sie ist eine hoch talentierte und außerst fotogene Sängerin um die 40, die aus ihrem sachsischen Geburtsort Limbach-Oberfrohna den Durchstart bis nach London in Angriff nimmt - und sie ist das jüngste Roman-Kind der Tauchaer Schriftstellerin Kati Naumann.

Katis zweiter Roman heißt "Die große weite Welt der Mimi Balu" und ist noch gar nicht erschienen (Termin: 1. April). Aber die Autorin besitzt schon einen Vorabdruck, aus dem sie im Café Ganos am Dittrichring feierlich die erste Leseprobe ablieferte. "Es war gemütlich, eine Superstimmung und proppenvoll! Es tut mir leid für alle, die nicht mehr ins Café reingepasst haben oder einen unbequemen Platz auf der Treppe mit wenig Sicht hatten", schreibt die Ehefrau von "Prinz" Tobias Künzel auf ihrer Facebookseite. Doch für Kati und Mimi geht es erst richtig los: Sie gehen zusammen auf Lesetournee, kommen am 21. April in die Buchhandlung Lehmanns in der Grimmaischen Straße. Mit dabei ist das eigens für die Tour zusammengestellte Mimi-Balu-Trio, bestehend aus Katis Tochter Clementine Künzel, Nichte Laura Künzel und ihrem Schwager Lutz Künzel.

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Bestimmt schon seit 15 Jahren werden sie miteinander verwechselt: Kerstin Decker, Journalistin und Buchautorin aus Berlin, und Kerstin Decker, gleichnamige LVZ-Boulevard-Reporterin aus Leipzig. Die Berlinerin (geboren in Leipzig!) schreibt für den Tagesspiegel und hat literarisch anspruchsvolle Bücher über Heinrich Heine, Nietzsche und Wagner, Else Lasker-Schüler oder Paula Modersohn-Becker verfasst. Brandaktuell erschienen ist ihr Buch über Frieda von Bülow, spätere Schöpferin des deutschen Kolonialromans. Mit der Autobiografie von Angelica Domröse war die Berlinerin 2003 ins Schriftstellerleben gestartet. Da sie im Internet äußerst schwer auffindbar ist, im Gegensatz zu ihrer Leipziger Kollegin, landet "Fanpost", aber auch Anfragen für Auftritte, gelegentlich bei der falschen Kerstin - und werden prompt weitergeleitet. Während der Buchmesse freuten sich die "doppelten Kerstins" über ein Wiedersehen. Übrigens am Rande einer Lesung von Gunnar Decker, dem Ehemann der Berlinerin, der ebenfalls Bücher schreibt. Erstmals getroffen hatten sich 2006 zur Leipziger Buchmesse.

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So wie der gedruckte Roman ist auch das Hörbuch "1815 - Blutfrieden" am Buchmesse-Wochenende ganz frisch aus der Produktion gekommen. Autorin Sabine Ebert reservierte (und signierte) das allererste Hörbuch-Exemplar für LVZ-Fotograf André Kempner - aus alter Verbundenheit. Er hatte die Verfasserin der Hebammen-Saga zum ersten Mal porträtiert, noch bevor sie 2011 von Freiberg nach Leipzig zog und hier ihre Völkerschlacht-Romane in Angriff nahm. Mit dem Ergebnis war Sabine Ebert damals höchst zufrieden, fühlt sich bei André Kempner seitdem fototechnisch in besten Händen. Der rasende LVZ-Fotoreporter kann nun in den nächsten32 Stunden Autofahrt mehr über Hunger, Leid und Elend der Völkerschlacht erfahren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.03.2015
Decker, Kerstin

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