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Boulevard Künftiger König der Niederlande hat in Leipzig Vorfahren und Angehörige
Leipzig Boulevard Künftiger König der Niederlande hat in Leipzig Vorfahren und Angehörige
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10:50 24.04.2013

Willem-Alexander (45) wird zu diesem Ereignis auch Post aus Leipzig bekommen - Glückwünsche von seinen Angehörigen.

"Aber eine Antwort kommt da nicht", lacht Dietlind Kremer, und damit rechnet die Leipziger Verwandte des neuen Königs auch nicht. Trotzdem: Weil es sich einfach gehört, hat sie schon zur Hochzeit von Willem und Maxima gratuliert und will es zur Krönung wieder tun. Die Post geht an den Königssitz in Den Haag. Selbst dort gewesen ist die 52-Jährige nie, geschweige denn dass sie Königin Beatrix oder deren drei Söhne je kennengelernt hätte.

Dass ihre Familie mit "denen" verwandt ist, erfuhr die promovierte Wissenschaftlerin schon als Kind in Dresden. Ihre Großmutter, eine Freifrau von Hausen, legte Wert auf Genealogie und besaß eine große Ahnentafel, die sich die Enkelin gern anschaute. Unter anderem stieß sie auf Christian Gotthelf Freiherr von Gutschmid - die Schlüsselfigur, die zum niederländischen Thronfolger führt. Gutschmid war Rechtsprofessor in Leipzig und im Jahr 1763 auch für ein Dreivierteljahr Leipziger Bürgermeister. Sonst wirkte er vor allem in der sächsischen Landesregierung in Dresden. Er hatte fünf Söhne und drei Töchter. Von einem seiner Söhne stammt sieben Generationen später Kronprinz Willem-Alexander ab, aus der Linie eines anderen Sohnes Dietlind Kremer und ihre Familie, die zum großen Teil in Dresden lebt. Als Leiterin der Namenberatungsstelle an der Universität Leipzig hat sie schon von Berufs wegen zur Ahnenforschung Bezüge. "Als Kind hatte mich das nicht weiter interessiert, und zu DDR-Zeiten hat man sich mit dem Adel auch nicht weiter befasst", erinnert sich die Böhlitz-Ehrenbergerin. Sie gibt aber nun das Wissen um die Familienbande an ihre eigenen Kinder weiter, der Sohn ist 25 und die Tochter 14 Jahre alt.

Schon als Kind gezeigt wurde Dietlind Kremer ein Fenster in der Thomaskirche mit dem Wappen der Familie Gutschmid. "Wann und warum es eingebaut wurde, wissen wir nicht, die Quellenlage ist sehr dünn. Möglicherweise haben es Stifter oder die Familie selbst finanziert", sagt Verwaltungsleiter David Philippi. Bekannt ist aber, dass Gutschmid mit dem legendären Leipziger Bürgermeister Müller aus Knauthain verwandt war, denn er heiratete 1753 in der Thomaskirche dessen Schwester Caroline. An Müller erinnert das Denkmal gegenüber vom Hauptbahnhof.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.04.2013

Kerstin Decker

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