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Leipziger Laden zum Wohlfühlen: Im Hinrichsinn gibt’s Mobilien mit Stil und Geschichte

Leipziger Laden zum Wohlfühlen: Im Hinrichsinn gibt’s Mobilien mit Stil und Geschichte

Die Leuchtobjekte im Hinrichsinn tragen Namen wie Gigant, Hoch hinaus, Rumpelstilzchen oder Breitling und werden von Ladenbesitzer Manuel Overwien auf Wunsch auch in die eigenen vier Wände transportiert.

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Winke, winke: Die Queen begrüßt die Kunden im Hinrichsinn.

Quelle: Regina Katzer

„Ein Kunde hatte im Geschäft eine Lampe entdeckt, nahm drei zum Testen mit nach Hause und kaufte letztendlich vier“, erzählt seine Partnerin Carola Rosemarie Helena Staat.

Mit dem Hinrichsinn haben sich die Neu-Leipziger einen Lebenstraum erfüllt. Manuel Overwien, in Berlin geboren und im Main-Taunus-Kreis aufgewachsen, stand bereits als 15-Jähriger mit Rucksack und Decke auf dem Flohmarkt. Später arbeitete er 14 Jahre lang bei einem großen schwedischen Einrichtungshaus als Einrichter und Dekorateur deutschlandweit und in Italien. Das kreative Knowhow von Carola Rosemarie Helena Staat stand viele Jahre im Dienste einer Werbeagentur in München, sie träumte von einem eigenen Laden, einer Kombination aus Agentur und Verkauf. Vor zirka einem Jahr kreuzten sich die Wege der kommunikativen Geschäftsleute und schon bald stellten sie fest, dass sie eine gemeinsame Vision verbindet.

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Die Leuchtobjekte im Hinrichsinn tragen Namen wie Gigant, Hoch hinaus, Rumpelstilzchen oder Breitling und werden von Ladenbesitzer Manuel Overwien auf Wunsch auch in die eigenen vier Wände transportiert.„Ein Kunde hatte im Geschäft eine Lampe entdeckt, nahm drei zum Testen mit nach Hause und kaufte letztendlich vier“, erzählt seine Partnerin Carola Rosemarie Helena Staat.

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In einem ehemaligen Fleischerei-Geschäft im Waldstraßenviertel fanden sie schon nach kurzer Zeit eine geeignete Immobilie für ihre „Mobilien mit Stil und Geschichte“, wie sie Staat liebevoll nennt. Auf 65 Quadratmetern Verkaufsfläche finden sich skurrile Dinge wie 100 Jahre alte Sägefischzähne eines stattlichen viereinhalb Meter großen haiähnlichen Meerestieres, Pferdehuf-Dosen oder die winkende Queen im Kleinformat. An der Decke baumelt ein mit Papier bezogenes Schaukelpferd von 1850, in der Ecke stehen ein Dreiecksschreibtisch aus der Jahrhundertwende und ein Bauhausstuhl, seine selbst entworfenen Leuchtobjekte hat Overwien aus alten Holzstativen, Eukalyptusstäben und Musikinstrumenten aufgearbeitet. Wohin das Auge auch blickt, ein Sinn für Ästhetik weht durch den Raum: Wohnaccessoires eines deutschen Traditionsunternehmens, Unikate aus dem Leipziger Laden „Tschau Tschüssi“, Kleinmöbel und vieles Schöne mehr. Wird der Kunde einmal nicht fündig, gibt es auch Suchlisten, die von den Ladeninhabern abgearbeitet werden.

Im HinrichSinn gibt’s nicht nur Dinge zum Anschauen und Begreifen: Donnerstag ist Suppentag – jeder zahlt so viel er möchte - und bereits nach kurzer Zeit wird die gemütliche und lockere Atmosphäre von einem Stammpublikum geschätzt. Jeden Montagnachmittag treffen sich vier Leipzigerinnen nach ihrem Schwimmkurs im Laden und halten ein Kränzchen ab. Mitarbeiter eines benachbarten Architektenbüros kehren immer wieder gerne hier ein, und genießen ihre Mittagspause auf den alten Straßenbahnbänken aus Chemnitz. Erweiterungspläne fürs Hinrichsinn liegen schon in der Schublade, kleine Veranstaltungen wie Lesungen und Familienfeiern sollen künftig hier stattfinden. Ansonsten gilt im Hinrichsinn die Devise: „Hier kann man alles kaufen, außer technisches Equipment und Personal.“

Regina Katzer

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