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Boulevard Leipzigs Barmixer-Star André Pintz hat jetzt seine eigene Gläserkollektion
Leipzig Boulevard Leipzigs Barmixer-Star André Pintz hat jetzt seine eigene Gläserkollektion
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22:00 25.06.2017
Sehen gut aus, fassen sich gut an: Leipzigs Bartender-Star André Pintz hat für seine Profi-Gläserkollektion eine Mischung aus Retrostil und zeitlosen klassischen Formen gewählt.  Quelle: Foto: Christian Modla
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Leipzig

 Für Barmixer sind die Nächte immer lang. Ganz besonders lang wurde die Nacht zum Sonnabend im „Imperii“ am Brühl/Ecke Ritterstraße: Als die letzten Gäste raus waren, räumte die Mannschaft von Leipzigs bester Bar noch schwer um – alte Gläser raus, neue Gläser rein. Denn seit Sonnabend kommen die Drinks nur noch in eigenen Bargläsern auf den Tisch: André Pintz, Frontmann und Mitinhaber der Bar, hat zusammen mit dem deutschen Hersteller Leonardo seine eigene Kollektion auf den Markt gebracht. Nach drei Jahren Arbeit hat sie jetzt Premiere. Die Kollektion besteht aus 13 Teilen, nennt sich „Spiritii“ und ist nicht nur für Profis gemacht, sondern für jeden, dem sie gefällt – erhältlich beispielsweise in der Galeria Kaufhof oder bei Amazon.

Quelle: Christian Modla

„Da kann man schon ein bisschen stolz drauf sein“, bringt der bekannteste und mehrfach preisgekrönte Bartender Leipzigs auf seine bodenständige Art zum Ausdruck, dass er über das Ergebnis glücklich ist. Eine eigene Gläserkollektion – das haben in Deutschland bisher nur Barlegende Charles Schumann (75) aus München geschafft (zusammen mit Hersteller Schott Zwiesel) sowie Meister-Bartender Stephan Hinz (29) aus Köln (mit Hersteller Spiegelau).

Die Gläser sollen gut in der Hand liegen

André Pintz kam zu dieser Ehre durch einen Zufall in Paris: Er arbeitete 2014 für ein halbes Jahr in der Pariser Bar „Le Mary Celeste“ und hatte eines Abends zwei Gäste vor sich, die auf Deutsch über Gläser, Formen, geeiste Inhalte und Ähnliches sprachen. Die beiden, so stellte sich später heraus, waren der Inhaber von Leonardo sowie dessen Chefdesigner aus Mailand. Man kam ins Gespräch, traf sich am nächsten Tag zu dritt, und später in Deutschland noch viele Male. Da war der Wahlleipziger (aus Gera) noch nicht mal die Szenegröße, die er heute ist: ausgezeichnet mit dem Mixology-Award für die beste europäische Bar-Neueröffnung. Nach Stationen im Barfußgäßchen, im Steigenberger und im Madrigal eröffnete er mit weiteren Geschäftspartnern vor rund zwei Jahren seinen eigenen Laden.

Worauf kommt es einem Barprofi bei den Gläsern an? Pintz findet es wichtig, dass sie gut in der Hand liegen und auch mit Eis und Drink nicht zu schwer sind. Dass große Eisblocks reinpassen, dass Füllmenge und Proportionen stimmen, dass das volle Glas nicht zu voll und nicht zu leer wirkt. Aber auch, dass es bruchfest ist und in der Spülmaschine nicht reißt.

Der Lichteinfall macht den Unterschied

„Der erste Blick des Gastes sollte auf den Drink fallen“, ergänzt André Kempe (42), Partner und Mitinhaber. „Geschliffene Gläser sehen schön aus, wenn sie leer im Regal stehen. Aber der Drink geht darin unter.“ Deshalb ist Kempe sehr einverstanden, dass die Stielgläser – sprich Wein-, Sekt-, Likörgläser sowie Cocktailschalen – im Kelch ungeschliffen sind. „Durch den höheren Quarzanteil fällt das Licht schön rein, dadurch leuchten die klassischen Drinks darin besser als in geschliffenem Glas.“ Lediglich Stiel und Fuß sind geschliffen – im gleichen Zwölf-Facetten-Schliff wie Bechergläser, Karaffe und Mixbecher. Dass der Gast die neuen Gläser wahrnehmen wird, da sind sich André und André sicher. Die erste Reaktion kam schon am Premierenabend: „Eure Gläser haben alle einen Fehler“, rief ein Gast Richtung Tresen. „Sie sind immer gleich wieder leer.“

Von Kerstin Decker

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