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Boulevard Liebe in Kleidern ausgedrückt - Designerin Lucardis Feist entwirft "dunkle" Hochzeitsmode
Leipzig Boulevard Liebe in Kleidern ausgedrückt - Designerin Lucardis Feist entwirft "dunkle" Hochzeitsmode
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14:53 10.06.2014

" Oft erhält sie von "ihren" Paaren noch nach Jahren Post, zum Beispiel wenn ein Kind zur Welt gekommen ist.

Ihre Dark Couture stellte die Modedesignerin aus Bad Lauterberg (Harz) im Rahmen des Wave-Gotik-Treffens im Hotel Fürstenhof vor. Komplett schwarz sind jedoch die wenigsten Outfits. Mindestens gibt es rote Blumen oder lila Bänder. Oft greift die Designerin zu schwarz-weiß-Kombinationen. "Seelenkleider" nennt sie ihre Kreationen. "Wir machen Mode für Menschen, die uns ihre Geschichte erzählen. Für Leute, die ihren Gefühlen nicht auf die klassische Art Ausdruck verleihen möchten." Die Kleider sind sehr auffällig, sehr opulent, mit einer Portion Pathos und einer Prise sexy Ironie. Das Gute: Man kann sie später zu ganz verschiedenen besonderen Gelegenheiten tragen. Das "Schlechte": Entscheidet sich die Braut für ein solches Kleid, kann der Bräutigam daneben kaum in einem normalen Anzug bestehen. Es nützt alles nichts, dann braucht er das passende Pendant.

Auf einem Schloss wollen Jenny In der Wische (30) und Sascha Martin (34) aus Bitterfeld heiraten. Im September 2015. Im Internet sind sie auf das Label Lucardis Feist gestoßen und nutzten nun die Gelegenheit, sich in Leipzig erstmals deren Kleider live anzuschauen und mit der Designerin über das Was und Wie zu sprechen. 2000 bis 3000 Euro wird schätzungsweise Jennys Kleid kosten, 2000 Euro Saschas Anzug. Das Normale - weißes Brautkleid, schwarzer Anzug - kommt für die Kunsthistorikerin und den IT-Systemadministrator nicht in Frage. Sie träumen von einem extravaganten Outfit in Schwarz-Rot.

Lucardis und Markus Feist sind seit zehn Jahren verheiratet. Ihr Alter halten beide geheim. Weil das Paar, das selbst aus der Gothic-Szene kommt, damals keine passende Garderobe für die eigene Hochzeit fand, gründeten die beiden kurzerhand ihre eigene Firma. Bad Lauterberg ist nicht gerade eine Modemetropole, deshalb reisen sie mit ihren Gewändern zu Messen oder nehmen an Modenschauen teil. "Wir sitzen total in der Pampa. Leipzig wäre für uns eine Alternative, aber auch Berlin. Andererseits haben wir eine große Blockhaus-Villa, in der wir wohnen und arbeiten, mit mittlerweile neun Leuten", überlegt die Designerin, die mit bürgerlichem Namen Sandra Jürgens-Schrader heißt. Sie kümmert sich um die Outfits, ihr Mann Markus Schrader übernimmt die Kundenberatung der Herren und macht außerdem die Buchhaltung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2014

Kerstin Decker

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