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Boulevard Minibücher: 30 Jahre alt und immer noch so klein
Leipzig Boulevard Minibücher: 30 Jahre alt und immer noch so klein
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17:35 11.06.2015
Quelle: Wolfgang Zeyen
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So ein kleines Buch, da braucht man wohl zum Schreiben eine Lupe? „Nein", lacht Gunter Böhnke, „aber ich habe eine sehr kleine Schrift und könnte so klein schreiben." Er habe endlich mal ein Buch schreiben wollen, das zu seiner Größe passt, behauptet der Kabarettist schelmisch. Sein Erstlingswerk für die beliebte Minibuch-Reihe des Buchverlags für die Frau heißt „Mein Leipzig – geliebtes Weltdorf". Daraus las und erzählte der 71-Jährige im Haus des Buches, wo das 30-jährige Bestehen der Minibuch-Reihe gefeiert wurde. „Anfang der 1980er-Jahre bekam der Verlag für die Frau den Auftrag, ein Produkt zu entwickeln, das wenig Papier verbraucht und zum höheren Preis verkauft werden kann", erzählte die langjährige Verlagschefin Christa Winkelmann (69). So wurden die Minibücher geboren. Die wurden gleich so schön, dass sie sich auch im Westen behaupteten. 300 Bände sind bisher erschienen, viele vergriffen, obwohl ständig nachgedruckt wird. Die Themen reichen von Kulinarischem über Künstlerbiografien und Liebesgedichte bis hin zu Tierbüchlein.

Still und leise hat sich Christa Winkelmann nach 41 Jahren im Verlagsgeschäft in den Ruhestand zurückgezogen. Zuvor verkaufte die 69-Jährige den traditionellen Leipziger Buchverlag für die Frau nach Ilmenau, an Verleger Lutz Gebhardt (aber der Sitz bleibt in Leipzig). Ihre vier Mitarbeiterinnen nutzten das Fest anlässlich 30 Jahre Minibuch, um die Chefin gebührend zu verabschieden. Grafiker und Buchillustrator Egbert Herfurth öffnete sein Schatzkistlein, so dass sich die geschätzte Verlegerin jetzt einen schönen Platz für Herfurths Acrylstich „Buchstadt Leipzig" aussuchen kann. Die Buchbinderei Mülleraus Gerichshain fertigte für die 69-Jährige ein noch leeres Minibuch an, das sie mit Inhalt eigener Wahl füllen kann.

Kerstin Decker

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