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Peter Degner: Trotz Rollstuhl mit Zuversicht und guter Laune in die Reha

Leipziger Impresario Peter Degner: Trotz Rollstuhl mit Zuversicht und guter Laune in die Reha

„Mir geht es richtig gut“, versicherte Impresario Peter Degner, als er am Freitagmorgen die Helios-Klinik in Schkeuditz verließ. Nach vier Monaten im Krankenhaus ging es für ihn direkt weiter in eine Reha-Klinik in Thüringen, wo er sich in den nächsten Wochen weiter erholen wird.

Trotz Rollstuhl ist Peter Degner guter Dinge und wünscht sich für 2016, dass er wieder richtig gesund wird.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nach vier harten und schmerzensreichen Monaten im Krankenhaus, nach insgesamt 17 Operationen, mehreren Wochen auf der Intensivstation und der schließlich doch unvermeidlichen Amputation seines rechten Fußes konnte Peter Degner am Freitag endlich die Schkeuditzer Helios-Klinik verlassen. Per Krankentransport ging es direkt in eine Rehaklinik im thüringischen Bad Klosterlausnitz. Dort soll der 61-Jährige in den nächsten Wochen und Monaten lernen, mit einer Prothese zu leben und wieder auf eigenen Beinen durchs Leben zu gehen. Wann er nach Leipzig zurückkehrt, ist ungewiss – möglicherweise erst im März.

„Mir geht es richtig gut“, versicherte der Impresario kurz vor der Abreise. Er fühle sich fit, obwohl er durch das lange Liegen sage und schreibe 41 Kilo abgenommen hat, von 112 auf 71. „Die Unterhosen rutschen“, gesteht er lachend. Für seine schillernden Bühnenanzüge wird sich seine Modemacherin Carmen Thöne-Bucataru etwas einfallen lassen müssen – umarbeiten oder gleich neu anfertigen.

Mit der Amputation, die ihm am 9. Dezember letztlich das Leben rettete, hat Degner sich inzwischen mental abgefunden: „Ich habe keine Schmerzen mehr. Wir werden sehen, ob ich laufen kann.“ Dass er wieder vollkommen gesund wird, ist sein – verständlicher – Wunsch für 2016. Dem Jahr 2015 kann er dennoch nicht böse sein: „Ich habe viele Erfolge gehabt im Leben, da muss man eben damit klarkommen, wenn man einen Schuss vor den Bug bekommt.“ Die Warnzeichen der vergangenen Jahre habe er nicht ernst genug genommen, gesteht der Erfinder der Classic Open heute. Er habe intensiv und gut gelebt und nichts ausgelassen, „das bereue ich nicht“. Aber wenn er noch mal auf die Welt käme, „würde ich mir ein paar Ernährungsbücher kaufen und gesünder leben.“

Höchst dankbar ist Degner seinen Schkeuditzer Doktoren Dereje Fekade, Halgund Belusa und Chefarzt Stephan Sack sowie den Krankenschwestern: „Unglaublich, was die für mich getan haben.“ Höchst dankbar ist er auch den Mitstreitern seiner Stiftung und den engen Freunden, die ihn all die Monate unterstützt, besucht und aufgebaut haben. „Der Gedanke ans Aufhören kam, und ich habe auch oft an den Tod gedacht“, gesteht der Genesende. Ungezählte Anrufe, E-Mails und Besuche von Bekannten wie von Unbekannten hätten ihm immer wieder Kraft gegeben. Etwa 20 Prozent seiner vermeintlichen Freunde allerdings hätten sich nicht mehr gemeldet. „Aber damit kann ich leben, denen sage ich auch nur noch Guten Tag und guten Weg.“

Seinen 62. Geburtstag Ende Januar will Peter Degner später nachfeiern. Wenn er im Frühjahr zurück in Leipzig ist, sei noch genug Zeit, um die Classic Open 2016 zu organisieren, versichert er. Ein Teil der Vorbereitungen sei ohnehin bereits gelaufen.

Von Kerstin Decker

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