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Ratgeber-Firma pleite: Peter Escher stellt in Leipzig Insolvenzantrag

Nach neun Monaten Ratgeber-Firma pleite: Peter Escher stellt in Leipzig Insolvenzantrag

Nach dem Aus der beliebten MDR-Ratgeberserie „Escher“ gründete Journalist Peter Escher eine Plattform, um Bürgern bei Problemen via Internet zu helfen. Das Projekt scheint nun gescheitert: Escher hat nach eigenen Angaben Insolvenzantrag gestellt. Sein Geschäftspartner spricht von einem Alleingang und erhebt nun schwere Vorwürfe.

Peter Escher musste für sein Ratgeber-Portal "Escher hilft" Insolvenz beantragen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Mit seinem Online-Ratgeber  www.escherhilft.de war er im November 2015 optimistisch gestartet – Ratgeber-Experte Peter Escher (62). Doch jetzt muss er sich vor allem selbst helfen. „Wie so oft bei Startup-Unternehmen wuchsen die Kosten wesentlich schneller als die Einnahmen. Als ich die Schieflage erkannte, war es zu spät. Deshalb musste ich heute den schwersten Schritt in meinem bisherigen Berufsleben gehen und die Reißleine ziehen. Ich habe für die ,Escher-hilft–GmbH’ Insolvenz angemeldet“, teilte der populäre Ex-MDR-Moderator am Freitag mit.

Er habe für seinen Online-Ratgeber zwar durchweg positives Echo bei Usern und in den Medien erhalten, so Escher. „Aber wir wollten zu schnell zu viel.“ Die letzten Wochen seien deshalb für ihn sehr ernüchternd und belastend gewesen. Es tue ihm unendlich leid, viele Menschen enttäuscht zu haben.

Selbstkritisch äußert sich der Ratgeber-Fachmann zu seiner Rolle - kritisiert aber auch seinen Geschäftspartner, einen Rechtsanwalt, der für den juristischen Teil der GmbH verantwortlich war. „Ich muss eingestehen, dass ich als Geschäftsführer meiner Pflicht nicht nachgekommen bin, Buchhaltung und Konten regelmäßig zu kontrollieren.“

Firmenpartner wirft Escher fehlenden Geschäftssinn vor

Der zweite Geschäftsführer, Frank Hannig, sprach am Freitagabend dagegen von einem Alleingang Eschers, der sich mit seinen Geschäftspartnern und Gesellschaftern nicht über den Insolvenzantrag abgesprochen habe. Zudem erhob er Vorwürfe gegen den Moderator. „Die Kombination zwischen unentgeltlichem Helfen und dem Versuch, mit Beratungs- und Rechtsdienstleistungen das nötige Geld zu verdienen, war für Peter Escher schwierig", schrieb Hannig in einer Erklärung. Für andere Menschen kostenlos da zu sein, vereinbare sich nur schwer mit einem normalen Geschäftsbetrieb. "Unsere Gesellschaft ist schließlich nicht der öffentlich-rechtlich finanzierte Rundfunk. Wir mussten und müssen versuchen, Geld zu verdienen", so Eschers Geschäftspartner.

Das Start-up-Unternehmen habe weitaus weniger Umsätze erwirtschaftet als geplant, bestätigte Hannig. "Wir finden es schade, dass Peter Escher den Weg unserer Gesellschaft nicht mehr mitgehen möchte, respektieren aber natürlich seine Entscheidung. [...] Wir werden versuchen, die Gesellschaft nun mit Hilfe eines Insolvenzverwalters zu sanieren und weiter für die Menschen da sein, die über uns Hilfe bei ihren juristischen Problemen suchen.“ Hannig kündigte zugleich an, zu prüfen, ob der gestellte Insolvenzantrag wirksam ist.

abö/nöß

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