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Boulevard Sarah Santos - Mode aus Leipzig und die spannende Frau hinter dem Label
Leipzig Boulevard Sarah Santos - Mode aus Leipzig und die spannende Frau hinter dem Label
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10:00 24.05.2011
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. Gekauft werden sie von Frauen, die flotte, frische, unkonventionelle, ein bisschen andere Mode mögen. Die meisten Kundinnen glauben, Sarah Santos sei Italienerin oder Spanierin, aber das ist sie nicht - überraschenderweise lebt sie in Leipzig. Beim Frühlingsfest in der Schleußiger Könneritzstraße war sie jetzt höchstpersönlich zu Gast bei Beate Wegner (Boutique First) und stellte sich dem Publikum kurz vor. Dabei ging die brandaktuelle Sarah-Santos-Mode über den roten Teppich.

Diese Frau ist total spannend, alles andere als gewöhnlich, so wie auch ihre Mode. Wenn sie von sich erzählt, legt man die Ohren an und möchte immer noch mehr wissen. 70 Jahre jung ist sie (was man ihr nicht ansieht), geboren 1940 in Eilenburg mit den ganz bürgerlichen Vornamen Ingrid Helga. Nach dem Krieg zog sie mit ihren Eltern nach Würzburg, lernte Rechtsanwaltsgehilfin, heiratete und bekam zwei Söhne.

Der Schritt ins Modegeschäft war ihr nicht in die Wiege gelegt. Sie ging ihn vor etwa 25 Jahren zusammen mit ihrem zweiten Ehemann. Er stammt aus Pakistan und ist 20 Jahre jünger.  Bei der Heirat konvertierte die Braut zum Islam, bekam den Namen Sarah verliehen. Ihr bürgerlicher Name lautete nach der Heirat Ingrid Helga Schmitt-Qaiser.

Mittlerweile ist zum dritten Mal glücklich verheiratet. Ihr aktueller Gatte ist sagenhafte 39 Jahre jünger, kennen gelernt hat sie ihn auf einer Flirtplattform im Internet. O-Ton Sarah Santos: "Alle meine Heiraten waren Liebesheiraten." Vom jetzigen Ehemann (Deutscher mit portugiesischem Vater) hat sie ihren heutigen Nachnamen Brás dos Santos. Aus diesem Namensmix entstand auch der Labelname Sarah Santos. Die Namensgeberin ist allerdings nicht, wie oft geglaubt wird, die Designerin ihrer Mode. Ihre Aufgabe in der Großhandels-Firma, die sie zusammen mit Ehemann Nummer zwei und drei betreibt, bezeichnet sie als "einfach da sein, den Kundenkontakt pflegen". Die Designs entstehen im kleinen Team, oftmals fünf bis sechs neue Modelle pro Woche. Genäht wird in Italien. „Unsere meistverkaufte Größe ist die XL, die 44/46. Auch Frauen, denen keine Größe 36 mehr passt, soll Mode Spaß machen. Sie sollen Komplimente bekommen und nicht altbacken aussehen", so die Namensgeberin, die selbst im gelb-bunten Outfit zum Frühlingsfest erschien.

Ihr Ratschlag an alle Frauen, den sie natürlich auch selbst beherzigt hat: "Seid einfach ihr selbst, lebt so, wie ihr euch fühlt, und lasst euch nicht alles diktieren."

Kerstin Decker

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