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Schaulaufen großer Roben für den Fashion Award

Leipziger Opernball Schaulaufen großer Roben für den Fashion Award

Von der Romantikprinzessin über die vom Punk inspirierte Lacklederqueen, von der verruchten Lady in schwarzer Spitze bis zur frechen Berliner Ballgöre – mit den ausgefallensten Kreationen beteiligen sich mehr als 100 Designer aus ganz Deutschland am Fashion Award des Leipziger Opernballs 2016. Der deutschlandweit einmalige Preis fürs perfekte Ballkleid wird am 10. September zum neunten Mal verliehen.

Die 21 schönsten Ballkleider aus mehr als 100 Bewerbungen wurden am Dienstag in der Niederländischen Botschaft in Berlin vor der Jury präsentiert. Die Juroren wählen die zehn besten, die beim Leipziger Opernball am 10. September auf der Bühne vor mehr als 2000 Gästen defilieren dürfen.

Quelle: Kerstin Decker

Leipzig.. Von der Romantikprinzessin über die vom Punk inspirierte Lacklederqueen, von der verruchten Lady in schwarzer Spitze bis zur frechen Berliner Ballgöre – mit den ausgefallensten Kreationen beteiligen sich mehr als 100 Designer aus ganz Deutschland am Fashion Award des Leipziger Opernballs 2016. Der deutschlandweit einmalige Preis fürs perfekte Ballkleid wird am 10. September zum neunten Mal verliehen. Am Dienstag traf sich die Jury in Berlin, um zu entscheiden, wer die zehn Finalisten sind, die vor mehr als 2000 Ballgästen auf der Opernbühne defilieren dürfen. Gastgeber für die Jurysitzung war diesmal die Niederländische Botschaft, denn die Niederlande sind Partnerland des Balls.

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Zum neunten Mal wird beim Leipziger Opernball am 10. September der Fashion Award für das perfekte Ballkleid vergeben. Mehr als 100 Designer haben sich in diesem Jahr um den deutschlandweit einmaligen Preis beworben. Eine prominent besetzte Jury kürte in Berlin die zehn besten Kleider, die beim Opernball von den mehr als 2000 Gästen bewundert werden können. Dort werden auch die Sieger bekannt gegeben.

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Nach einer Vorauswahl anhand der eingereichten Fotos durften 21 Designer im Prinz-Claus-Saal der Botschaft ihre Kreationen vorführen und Details dazu erklären. Die Juroren winkten die Models nahe heran, schauten genau hin, fragten nach Machart, Stoff, der Tanzbarkeit und dem Preis, den das Kleid kosten würde. Von 1200 bis 20 000 Euro reicht die Spanne, die die Modemacher im Kopf haben. Hinterher gab’s heftige Diskussionen unter den Juroren: Ist das ein Ballkleid oder nicht, oder ist das Niveau Friseursalon? Passen Ober- und Unterteil zusammen? Eignet sich Metallgestaltung für ein Ballkleid oder ist es eher ein Kunstwerk? Passform, Verarbeitung, Glamourfaktor und Material waren entscheidende Bewertungskriterien.

Prominente in der Jury

Zu den Jurymitgliedern gehören unter anderem Boris Entrup (38, Make-up-Artist), Caroline Schwarz und Eva Lutz (Schmuck- beziehungsweise Modedesignerin) sowie die Geschäftsführer der Leipziger Opernball GmbH. Neu in der Jury ist Cathy Hummels (28), Ehefrau von Mats Hummels, Reporterin und Bloggerin. Sie fehlte allerdings und gibt ihre Bewertung anhand der Fotos ab. Ebenfalls aus der Ferne votet Annabelle Mandeng (45, TV-Moderatorin, Model und Designerin). Bisherige Juroren waren unter anderem Designer Guido Maria Kretschmer (51), Charity-Lady Ute Ohoven (61) oder RTL-Moderatorin Frauke Ludowig (52).

Ein Leipziger in der Auswahl

Als einziger Leipziger war Oliver Viehweg (30) nach Berlin eingeladen. Für seinen dritten Start in der Königsklasse der Mode hat der Modemacher, der sein Handwerk in der Leipziger Oper gelernt hat, einen besonderen Grund: „Ich bin ein Riesenfan der Niederlande und von Amsterdam – eine tolle Inspiration für mich, es noch einmal zu probieren.“ Seine bisherigen Teilnahmen haben ihm vor allem den direkten Vergleich mit anderen Kollegen gebracht. Ob er nun wieder ein Heimspiel hat und mit seinem silbergrauen Schleppen-Kleid über die Opernball-Bühne gehen wird, erfährt er wie alle anderen Ende Juli. Mandy Müller (37) aus dem 500-Seelen-Ort Schwenda im Südharz hat fast schon ein Abonnement aufs Finale: Dreimal war sie beim Fashion Award am Start, dreimal kam sie unter die besten Zehn. Diesmal bewirbt sich die dreifache Mutter mit einem altrosa Romantik-Kleid voller Tüllblüten, an dem sie schon seit Oktober arbeitet. Es nun endlich einmal bis ganz nach vorn zu schaffen, ist ihr großer Traum.

„Wow-Effekt besonders groß“

„Wir haben heute ein paar Tausend Handwerks-Arbeitsstunden gesehen. Es war spannend, sich erklären zu lassen, wie die Designer ihre Themen umgesetzt haben. Da steckt ganz viel Leidenschaft drin“, fasste das langjährige Jurymitglied Boris Entrup seine Eindrücke zusammen. „Es fiel heute schwer, über die Reihenfolge zu entscheiden. Der Wow-Effekt war diesmal ganz besonders groß. Qualität und Kreativität der Designer steigern sich von Jahr zu Jahr“, sagte die fränkische Designerin Eva Lutz, die zum dritten Mal dabei war. Die Gewinner der ersten drei Plätze können sich auf 2000, 1000 beziehungsweise 500 Euro freuen. Dazu gewinnen sie eine dreimonatige Präsentation ihrer Kleider im Måat-Store in der Burgstraße. „Wir haben heute bestimmt vielen unrecht getan, die nicht über die Vorrunde hinaus gekommen sind“, bedauerte Vivian Honert-Boddin von der Leipziger Opernball GmbH. Alle Designer, die am Dienstag den Sprung ins Finale nicht geschafft haben, lud sie ein, trotzdem zum Ball nach Leipzig zu kommen.

Von Kerstin Decker

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