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Schmidt-Schaller trauert Abschied von „Polizeiruf 110“ nicht nach

Fernsehen Schmidt-Schaller trauert Abschied von „Polizeiruf 110“ nicht nach

Nach 32 Auftritten in dem noch aus DDR-Zeiten stammenden „Polizeiruf 110“ war für Andreas Schmidt-Schaller Schluss. Als TV-Kommissar ist er aber bis heute im Einsatz. Welche Träume und Vorsätze der Schauspieler noch hat, ist jetzt nachzulesen.

Andreas Schmidt-Schaller hat ein Buch geschrieben: „Klare Ansage. Bekundungen und Bekenntnisse“.

Quelle: dpa

Berlin. Andreas Schmidt-Schallers größter Traum ist, eine Oper zu inszenieren. Gern stünde er aber auch noch einmal auf einer Theaterbühne. Das schreibt der Schauspieler in seinem Buch „Klare Ansage. Bekundungen und Bekenntnisse“ zu seinem 70. Geburtstag am 30. Oktober.

„Im „Tod eines Handlungsreisenden“ von Miller oder in Shakespeares „Sturm“ würde ich gern noch einmal spielen. Vielleicht erfülle ich mir diesen Wunsch zum achtzigsten.“ Schon in den 1980-er Jahren ermittelte Schmidt-Schaller als Leutnant Grawe im DDR-„Polizeiruf 110“. Seit 2001 ist er Kommissar Hajo Trautzschke in der ZDF-Serie „SOKO Leipzig“.

In dem Buch trauert der geborene Thüringer und heute in Berlin lebende Mime dem Abschied vom „Polizeiruf“ 1995 nicht nach. Nach 32 Mal sei 1995 Schluss gewesen, berichtet er. „Es reichte.“ Der Abschied hatte nach seiner Ansicht allerdings auch inhaltliche Gründe. Die neuen Autoren aus dem Westen hätten nach der Wende auswechselbare Geschichten geschrieben. Er und sein Fall seien nach Zittau verlegt worden. „Was, bitte schön, soll ich in Zittau?“ Er sei dann aus der Filmrolle verschwunden - „hochgelobt“ und zum Bundeskriminalamt (BKA) nach Wiesbaden versetzt worden. „Allein daran ließ sich der Realitätsverlust ablesen“, schreibt Schmidt-Schaller. Als ob in den 1990-er Jahren ein ausgewiesener „Ost-Bulle“ geradewegs zum BKA gekommen wäre.

Der Schauspieler offenbart in dem Buch, dass er großen Wert auf seinen Doppelnamen legt und darauf keinesfalls verzichten will. Damit habe er als Theaterschauspieler und TV-Fernsehkommissar gewisse Berühmtheit erlangt. Nach der Wende habe seine erste Agentur, ohne ihn zu fragen, den ersten Namen gestrichen, erzählt er. Im Abspann eines Films habe er sich dann als „Andreas Schmidt“ wiedergefunden. „Ich fühlte mich, als fehlte mir ein Bein“, beschreibt er seine Gefühle. Den Doppelnamen trage er von Geburt an. Sein Urgroßvater - ein Schmidt - habe eine Schaller geheiratet. Später habe er beide Namen übernommen und einen Bindestrich dazugesetzt.

LVZ

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