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Boulevard TV-Arzt, Synchronsprecher, Regisseur - Dieter Bellmann wird 75
Leipzig Boulevard TV-Arzt, Synchronsprecher, Regisseur - Dieter Bellmann wird 75
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23:09 17.07.2015
Schauspieler Dieter Bellmann wird 75. Quelle: dpa
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Leipzig

Als Chef der „Sachsenklinik“, Prof. Dr. Gernot Simoni, hatte er ein Millionenpublikum. Ende des vergangenen Jahres ging der Schauspieler Dieter Bellmann in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ als Klinikdirektor in den Ruhestand - nach 16 Jahren. Doch mit Gastauftritten bleibt der agile Leipziger den Zuschauern erhalten und steht seinem Team mit Rat und Tat zur Seite. Am 24. Juli feiert der Schauspieler seinen 75. Geburtstag.

„Wir kamen aus Ost und West und waren am Anfang alle relativ unbekannt“, erinnert sich Bellmann, der die Chefrolle einst ohne Probeaufnahme bekam. Doch es sei eine gute Serie, die sich im Laufe der Jahre in die Herzen der Menschen gespielt habe. „In aller Freundschaft“ ist einer der erfolgreichsten Dauerbrenner im Ersten. Im Durchschnitt schalten 5,52 Millionen Menschen ein. 2014 erhielt die Serie den Zuschauer-Bambi. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hatte im Sommer 2014 entschieden, Stellen in der Serie neu zu besetzen und eine Verjüngungskur einzuleiten. Bellmann wäre gern weiter Chef in der Folge geblieben. Doch das sei der Lauf der Dinge. Auch andere Schauspieler der Serie seien in den Ruhestand versetzt worden, sagt er. „Ich habe mein Pensum zwar verringert, doch ich trete in der alten Serie noch auf und habe auch kürzlich eine Gastrolle in der in Erfurt gedrehten Serie „In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte“, übernommen“, sagt Bellmann. Wen er dort spielt, dürfe er noch nicht verraten.

„Ich werde oft als Professor Simoni auf der Straße angesprochen“, berichtet er. Die Leipziger kennen ihn aber auch vom Schauspiel und vom Kabarett. Bellmann steht auch immer noch auf der Bühne - etwa mit „Aufzeichnungen eines Arztes“, einer Lesung von Arztgeschichten etwa von Michael Bulgakow und Anton Tschechow. Über Privates spricht der Leipziger, der mit der Schauspielerin Astrid Höschel-Bellmann verheiratet ist und einen Sohn hat, nur ungern. „Ich habe mehr Zeit für mich und meine Familie, kann mehr reisen, gehe mehr ins Theater und ins Kabarett“, so Bellmann. Außerdem besuche er gern Fußballspiele und treibe auch gelegentlich noch selbst Sport.

1967 begann er seine drei Jahrzehnte währende Ära am Leipziger Schauspiel, wo er auch als Regisseur arbeitete. Im Kabarett Leipziger Pfeffermühle führte der in Dohna bei Dresden geborene Schauspieler ebenfalls Regie. Im Film machte sich Bellmann, der an der Theaterhochschule Leipzig studierte, auch hinter den Kulissen einen Namen: Als Synchronsprecher lieh er seine sonore Stimme zum Beispiel Alain Delon, Jean-Paul Belmondo und Donald Sutherland. „Doch persönlich kennengelernt habe ich sie leider nie“, sagt Bellmann.

Sabine Fuchs

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