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Boulevard Tombola-Glückspilz holt seinen Porsche ab – und düst damit gleich nach Dresden
Leipzig Boulevard Tombola-Glückspilz holt seinen Porsche ab – und düst damit gleich nach Dresden
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10:21 18.09.2017
 Susen und Daniel Fingerle holen ihr Schmuckstück im Porsche-Werk Leipzig ab, nach ausführlicher Einweisung und Probefahrt.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Das schönste Geschenk zu seinem 50. Geburtstag am 19. November hat sich Rechtsanwalt Daniel Fingerle zwei Tage vorher im Leipziger Porsche-Werk abgeholt: einen indischroten Cayman im Wert von fast 74 000 Euro. Nach ausgiebiger Probefahrt und Einweisung stieg er am Dienstag gegen 16 Uhr strahlend in den Sportflitzer, koppelte sein Handy und düste direkt auf die Autobahn. „Ich habe noch einen Termin in Dresden“, freute sich der promovierte Jurist. „Sportlich, rassig, toller Sound. Man fühlt sich sehr sicher, aber er ist auch sehr drehfreudig und ich bin etwas gerutscht“, beschrieb er das erste Fahrgefühl. Falls er die 264 km/h des Wagens mal dort ausfährt, wo es nicht erlaubt ist, kann er auf den Verkehrsrechtsexperten in der eigenen Kanzlei zurückgreifen.

Für den Neuen im „Fuhrpark“ machte die Schleußiger Familie einen Garagenplatz frei. Ehefrau Susen (48), in der Anwaltskanzlei ihres Mannes für Buchhaltung und Controlling zuständig, fährt Audi, ihr Gatte bisher BMW. Fünf Lose à zehn Euro hatten die Fingerles beim Leipziger Opernball am 31. Oktober gekauft. Los Nummer 2268 (von 4000) brachte ihnen den Hauptgewinn der Tombola – und eine Jubelszene auf dem Rang, über die mehr als 2000 Ballgäste schmunzelten. „Unter Adrenalin bin ich dann runter auf die Bühne gerannt, habe mich dabei noch verirrt“, erzählt der Gewinner. Als er mit weichen Knien ankam, begrüßte ihn Moderatorin Kim Fisher mit den Worten „Der sieht aber auch aus wie ein Porsche-Fahrer!“ Die Balkonszene habe er bestimmt lange geübt, fügte sie im Scherz hinzu. In Stuttgart aufgewachsen, besaß Fingerle tatsächlich schon als Kind einen roten Matchbox-Porsche und träumte immer davon, irgendwann einen richtigen sein eigen zu nennen. Dass er den Luxusflitzer nun quasi für fünfzig Euro bekommt, gefällt ihm gut: „Bisher habe ich immer nur Mist gewonnen, das erste Mal was Gescheites!“ Entsprechend leicht war die Wahl des Kennzeichens: L – OS 2268.

Seit dem Opernball will das Strahlen gar nicht mehr aus Fingerles Gesicht verschwinden: „Wir sind Stadtgespräch, unsere Kinder wurden in der Schule angesprochen. Beim Unternehmerball begann jede Begrüßung mit den Worten ’Na, wie ist die Kiste?’“, erzählt der Glückspilz. Doch wer von beiden das Glückslos aus dem Topf gefischt hat, ist gar nicht klar. Das Ehepaar hat sich daher auf die Formulierung „Wir haben gewonnen“ geeinigt. Susen Fingerle hat keinen Zweifel, dass ihr Mann sie auch ans Steuer lässt. Da ihr eigener 50. Geburtstag nicht mehr fern ist, peilt sie mit einem Augenzwinkern nun den Tombola-Hauptpreis beim Leipziger Opernball 2016 an.

Der Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht sowie für Familienrecht hat sechs Kinder im Alter von 24 bis neun Jahren. Kleiner Haken an der Sache: Der schnittige Porsche ist ein Zweisitzer. „Da kann immer nur das Lieblingskind mit, das Kind des Tages“, lacht der Vater. Die drei älteren, die schon einen Führerschein besitzen, haben sich schon zum Selber-Fahren angemeldet.

Der Gesamterlös der Opernball-Tombola, voraussichtlich um die 30 000 Euro, wird im Dezember an die Stiftung „Leipzig hilft Kindern“ übergeben.

Von Kerstin Decker

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