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Boulevard Topmodel-Kandidatin Sara Kulka ist ihre legendäre Kurzsichtigkeit los
Leipzig Boulevard Topmodel-Kandidatin Sara Kulka ist ihre legendäre Kurzsichtigkeit los
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11:00 07.09.2012
Sara Kulka aus Taucha Quelle: Wolfgang Zeyen
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Wieder war die treibende Kraft ihr Freund, ein Unternehmer aus Taucha: Vor einem Jahr redete er ihr zu, zum Casting von Germanys Next Topmodel ins Leipziger Seaside-Park-Hotel zu gehen. Was Sara kurz vor Toreschluss auch tat – zum Glück, denn sie schaffte es in die Show und stürmte ganz nach vorn bis auf Platz Fünf. Und nun suchte der Freund im Internet eine Arztpraxis, die Sara von ihrer Kurzsichtigkeit erlöst. „Mein ganzes Leben habe ich schlecht gesehen und musste eine Brille tragen", erzählt die gebürtige Polin, die mit sechs Jahren nach Deutschland kam. Ihre geringes Sehvermögen empfand sie als echte Behinderung.

Bei Germanys Next Topmodel war die starke Kurzsichtigkeit von Kandidatin Sara Kulka der Running Gag. Doch jetzt gibt es keinen Grund mehr für Lästereien, denn die 22-jährige Tauchaerin hat den vollen Durchblick: Sie hat sich am Montag in Leipzig die Augen lasern lassen.

Trotz ihrer minus sechs Dioptrien trat sie aber lieber ohne Brille auf, „denn Models mit Brille kennt man irgendwie nicht", und Kontaktlinsen verträgt Sara nicht. Hatte sie in letzter Zeit einen Moderationsjob, musste sie sich den Zettel direkt vor die Augen halten, „das sieht einfach nicht schön aus". Ohne Brille konnte sie nicht Auto fahren, sich nicht sauber schminken und nicht mal richtig die Wohnung putzen, „weil ich den Dreck nicht so sehe." Deshalb war sie zwar etwas nervös, aber empfand eher Befreiung als Angst, als sie sich am Montag auf den Behandlungsstuhl von Doktor Laszlo Kiraly in der Lampestraße legte. Mittels der so genannten I-Lasik operierte er beide Augen gleichzeitig, aus seiner Sicht war es eine Bilderbuch-Operation. „Das ging ruckzuck und tut nicht weh", erzählt Sara. Anfangs sah sie wie durch Milchglas, inzwischen verschwinden die Schleier. Selbst ihren Freund schaut sie nun mit anderen Augen an: „Er sieht noch viel besser aus als ich bisher dachte", lacht sie.

Die nächsten ein, zwei Jahre will die Tauchaerin ihre Popularität auskosten, die ihr die Heidi-Klum-Show beschert hat. Sprich, sie will als Model und Moderatorin jobben und Geld verdienen. "Ohne diese Show interessiert sich kein Mensch für dich, das hat mir viele Türen geöffnet." Auf der Straße angesprochen und um Autogramme gebeten zu werden ist für die 22-Jährige "das geilste Gefühl, das es gibt. Ich freue mich sehr darüber, es nervt mich nicht, und ich werde auch immer lieb und freundlich bleiben." Ganz wichtig ist ihr auch für die Zukunft, "dass ich mir treu bleibe, dass ich ich bleibe."

Nächste Woche hat sie einen Dreh für einen ARD-Film, auf den sie sich riesig freut. Kürzlich absolvierte sie ein Foto-Shooting für ein Modelabel aus Halle – auf einem Recyclinghof. „Wie ich da am Bagger hing, das war schlimmer als bei Germanys Next Topmodel", erzählt sie vergnügt. Dass es mit dem Ruhm schnell wieder vorbei sein kann, ist Sara klar. Deshalb will sie "definitiv" ihr Abitur nachmachen und studieren – am liebsten Geschichte oder Psychologie. Aber eins wird sie nicht tun: aus Leipzig wegziehen. "Ich bin flexibel, gehe mal für eine Woche weg, aber ich bin auch ein Heimscheißer, ich liebe mein Leipzig", sagt sie in ihrer gewohnt deftigen Art.

Kerstin Decker

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