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Boulevard Trotz Regens: Andrang bei Degner auf dem Markt
Leipzig Boulevard Trotz Regens: Andrang bei Degner auf dem Markt
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13:51 19.05.2015
Peter Degner mit Fans, die aus Machern und Körlitz gekommen sind, um die Übertragung auf dem Markt mitzuerleben. Quelle: André Kempner

Dort hatten sich trotz kalten Nieselregens wieder mehrere Tausend Menschen eingefunden, um die Live-Übertragung von Ludwig van Beethovens Neunter Sinfonie aus dem Gewandhaus mitzuerleben. Auf dem Markt stand die Leinwand in diesem Jahr nicht neben dem Weihnachtsbaum, sondern vor dem alten Eingang des Untergrundmessehauses. "Ich habe selber erst heute morgen von der Veränderung erfahren", ließ Impresario Peter Degner die erwartungsfrohen Musikfreunde wissen. Doch die Befürchtung erwies sich als grundlos: Als das Gewandhausorchester unter Leitung von Riccardo Chailly mit dem Spielen begann, war die Akustik so gut wie in den neun Jahren zuvor - die befürchteten Halleffekte traten nicht auf. Auch Veranstalter Degner war erleichtert. "Bei Angeboten wie diesem ist die Ton-Qualität wichtiger als die Bildqualität", erklärte er den Umstehenden.

Dass der rührige Veranstaltungsmanager wieder den Nerv der Zuhörer getroffen hatte, zeigte sich schnell: Trotz des Regens tanzte ein kleines Mädchen zur Musik vor der Leinwand; auch Klappstühle wurden wieder auf dem Markt aufgestellt - nur diesmal spannten die Sitzenden Regenschirme über sich auf. Großes Gedränge herrschte unter den schützenden Arkaden des Alten Rathauses und den überdachten Flächen vor dem Breuninger-Kaufhaus, die den Nieselregen fernhielten.

Degner hatte das Spektakel wieder als Nullsummenspiel organisiert: Die Übertragung wurde mit Hilfe von Sponsoren wie der stadteigenen LVV-Holding, der Leipziger Volkszeitung, dem Gewandhausorchester und dem MDR organisiert - einen Gewinn strich niemand ein. "Der schönste Lohn für mich ist, wenn die Leipziger sagen, dass es ihnen gefallen hat", so Degner. Diesen Lohn erhielt er reichlich.

Auch zum nächsten Jahreswechsel wird es die Übertragung wieder ab 17 Uhr auf dem Markt geben. Gedacht ist sie vor allem für Publikum, das sich die teuren Karten für die Aufführung im Gewandhaus nicht leisten kann. "Wenn wir Leipziger solche Angebote nicht selber organisieren, dann gibt es sie nicht", meint der Impresario.

Obwohl er im Januar seinen 61. Geburtstag feiert, denkt er nicht daran, in Rente zu gehen. Die Vorbereitungen für die 21. Classic Open laufen schon auf Hochtouren. "Diesmal werden sie eine Hommage an Udo Jürgens", verriet er. In der LVZ-Kuppel am Peterssteinweg will er das Lebenswerk des Schauspielers Armin Mueller-Stahl mit einer Ausstellung und einem Konzert ehren.

Der Vielbeschäftigte feierte anschließend Silvester mit Freunden bei sich zu Hause im Leipziger Osten. Auch das Menü war dort bodenständig: Es gab Kartoffelsalat und Würstchen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.01.2015
Andreas Tappert

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