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Boulevard Waschen, schneiden, fönen: Berner Sennenhund Elton lässt sich in der Leipziger Kö verwöhnen
Leipzig Boulevard Waschen, schneiden, fönen: Berner Sennenhund Elton lässt sich in der Leipziger Kö verwöhnen
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15:22 16.08.2013
Elton in der Hundewaschanlage auf der Kö Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

In Leipzigs einziger Hundewaschanlage "Dogs an der Kö" geht alles ruckzuck. In nur 15 Minuten sind die Hunde gewaschen und gefönt. Und alle sind rundum glücklich.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_26497]So wie Ulrike Schubert, die vor acht Jahren in der Leipziger Volkszeitung einen Artikel über Hundewaschanlagen, Made in England, las und auf die Idee kam, ihr Leben als Berufsschullehrerin für Speditionskaufleute an den Nagel zu hängen. Sie blätterte 11.000 Euro hin und eröffnete im Stadtteil Schleußig eine Hundeboutique mit Waschanlage. Trotz ihres Zwölf-Stunden-Tages bereue sie die Entscheidung nicht, denn fertig von der Arbeit sei sie nie, resümiert die 58-Jährige.

Das Reinigen von Elton unter der heimischen Dusche ist für Katrin Thiel jedes Mal eine Tortur. Deshalb ist sie sofort bereit, Leipzigs einzige Hundewaschanlage mit ihrem neunjährigen Liebling zu testen. Da die Anlage in Selbstbedienung nicht lief und Ulrike Schubert diesen "Heidenstress" für Halter und Tier vermeiden möchte, legt sie jetzt selbst Hand an. Gemeinsam mit Frauchen wuchtet sie den 52-Kilogramm-schweren Berner Sennenhund in die Anlage. Rückenentspannt wird der Hund mit reichlich Wasser aus dem Schlauch auf den Waschvorgang vorbereitet. Damit die größeren Hunde nicht aus der Anlage springen, werden sie mit einer Plastikkette fixiert. Elton ist so brav, dass er diese wieder abgenommen bekommt. Mit klaren Anweisungen erledigt Ulrike Schubert ihre Arbeit, lobt den Vierbeiner und hat ihn ruckzuck shamponiert und mit einem Schwamm gewaschen. Mit viel Seife auf dem Kopf blinzelt Elton in Richtung Frauchen und ergibt sich seinem Schicksal. Da er kein Schwimmer ist, könnte er auf's Wasser verzichten, so Katrin Thiel. Ausgedehnte Waldspaziergänge bei jedem Wetter machen das Prozedere jedoch notwendig. Aller sechs Wochen wäre eine gründliche Hundewäsche erforderlich, so Schubert. Mit viel Wasser aus dem Schlauch wird die Seifenlauge entfernt, zu guter Letzt kommt der Föhn zum Einsatz. Und dann darf sich Elton nochmal ausgiebig schütteln, ohne dass Frauchen zum Putzeimer greifen muss.  

So entspannt wie mit dem Berner Sennenhund läuft es für Ulrike Schubert nicht immer. Sie erinnert sich an einen Dobermann, der fast kollabierte und Herrchen so gestresst war, dass die Aktion keinen Sinn machte und abgebrochen werden musste. In der Regel bekomme sie aber alle Vierbeiner in den Griff, so die ehemalige Lehrerin. Auch als Hundefrisörin hat sich Ulrike Schubert einen Namen gemacht. Bis zu sechs Kunden täglich kommen zur Verschönerung in ihren Hundeladen in der Könneritzstraße. Weil Yorkshire Terrier Benny zwei Damen in seinem Revier bezirzen will, ist Stammkundin Marita Schaaf zum Schneiden vorbeigekommen. Aller acht Wochen lässt sie ihrem einjährigen Vierbeiner das Fell stutzen, die Hundewäsche kann sie selbst erledigen, der Kleine ist aufgrund seiner Größe pflegeleicht.

Regina Katzer

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