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Boulevard Weltpremiere für zeitgenössische Skulptur – Alle Bilder von Niclas Castello verkauft
Leipzig Boulevard Weltpremiere für zeitgenössische Skulptur – Alle Bilder von Niclas Castello verkauft
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23:00 09.12.2016
Niclas Castello präsentiert im Club International seine „Cube Painting Sculpture“. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Mit zehn Bildern aus seinem New Yorker Atelier kam Künstler Niclas Castello am Donnerstag zur „Nacht der Kunst“ in den Leipziger Club International. Seine großformatigen Arbeiten kosten zwischen 10 000 und 120 000 Euro – und alle wurden gleich an Ort und Stelle von Sammlern oder Galeristen gekauft. „Das sind wir gewöhnt, wir haben noch nie ein Kunstwerk wieder mit nach Hause genommen“, lacht Marcus Böhm, Kunstberater und Kunstvermittler mit Sitz am Leipziger Neumarkt. Privat ist er seit Kindertagen befreundet mit Castello, denn beide stammen aus Thüringen.

Castello wuchs in Neuhaus am Rennweg auf. 2005 ging er nach New York, lernte dort Videokünstlerin Arleen Schloss kennen. Einst Mentorin von Keith Haring, nahm sie auch den Jungen aus dem deutschen Osten unter ihre Fittiche. Von dort orientierte er sich nach Los Angeles und wurde selbst Teil der High Society. Seine Sammler sind Top-Prominente wie Familie Ecclestone, Brad Pitt, Kathrine Schwarzenegger, Beyoncé, Rick und Paris Hilton, Richard Branson oder Domenico Dolce. Der 38-jährige Pop-Art-Künstler wird in New York genauso gefeiert wie in Saint Tropez oder Hongkong, London oder Paris. Er stellt seit Jahren auf der Art Basel aus. Zwar lebt und arbeitet er meist in New York, wendet sich aber seit zwei Jahren auch wieder mehr nach Deutschland. Auch in Abu Dhabi stoßen seine Arbeiten auf Interesse.

In Saint Tropez sorgt der „Big Kiss“ von Niclas Castello für Bewunderung. Quelle: privat
Am Donnerstagabend fand im Club International in der Käthe-Kollwitz-Straße ein einmaliges Event statt: die Weltpremiere von „Cube Painting Sculpture No. 1“ vor 100 geladenen Gästen. Das Kunstwerk entstand zunächst als ganz normales Bild im Atelier, wurde dann aber vom Künstler bewusst gebrochen, gefaltet und in einen durchsichtigen Würfel gesteckt. Somit kann der Besucher das in den „Falten“ Verborgene nur erahnen, indem er seine Fantasie bemüht.

Der Würfel ist Teil einer Serie, die eigentlich erst im März in Hamburg ausgestellt wird. Vorab wurde er nun in Leipzig schon mal einem ausgewählten Publikum gezeigt. „Um den Künstler dafür zu gewinnen, war viel Überzeugungsarbeit notwendig“, verrät Marcus Böhm. Die noch größere Herausforderung bestand darin, die empfindliche Skulptur in ihrem gläsernen Behälter von New York nach Leipzig zu bringen. Auch dieses „Gemälde im Würfel“ wurde auf der „Nacht der Kunst“ vom Fleck weg gekauft – der Käufer muss aber noch eine ganze Weile warten, bevor er es in seinen vier Wänden aufstellen kann. Denn zuerst wird die Skulpturen-Serie bei mehreren Museums-Ausstellungen unter anderem in New York und Cannes den Sammlern und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Von Kerstin Decker

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