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Lokales 1,80 Euro für die Kurzstrecke in Leipzig: Linke fordert Überprüfung der neuen MDV-Tarife
Leipzig Lokales 1,80 Euro für die Kurzstrecke in Leipzig: Linke fordert Überprüfung der neuen MDV-Tarife
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15:51 08.01.2014
1,80 Euro soll die Kurzstrecke mit Bus und Bahn in Leipzig ab Sommer 2014 kosten. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Besonders die Verteuerung der Kurzstrecke ist der Fraktion ein Dorn im Auge. „1,80 Euro für vier Haltestellen, da darf man schon mal Luft holen“, sagte Jens Herrmann-Kambach am Mittwoch gegenüber LVZ-Online.

Um 20 Cent soll der Tarif für den kleinen Weg mit dem öffentlichen Nahverkehr angehoben werden. Das könnte vor allem ältere Mitbürger treffen, fürchtet die Fraktion. Herrmann-Kambach hält einen Kompromiss für möglich. „Wenn man den Fahrpreis nur um 10 Cent anhebt, wäre das noch vertretbar“, so der verkehrspolitische Sprecher. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) würden dann auf 200.000 Euro Einnahmen pro Jahr verzichten. „Kann natürlich sein, dass die LVB dann dafür einen Ausgleich fordern“, sagt er – und der müsste aus dem städtischen Haushalt kommen.

Schülermobilcard teurer - Eltern sollen mitreden

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Ausgenommen von der Preissteigerung sind 2014 Einzeltickets für Erwachsene (2,40 Euro in Leipzig) und Kinder (1 Euro). Nachbesserungen fordert Die Linke aber auch bei den Tickets für junge Leute. So sollten Stadtelternrat und Stadtschülerrat in die Diskussion um den Nutzen der bisherigen und neuen Schüler-Jahreskarten einbezogen werden. Die bisher nur in Leipzig gültige Schülermobilcard soll künftig im Verbundnetz und für alle Verkehrsmittel gelten, kostet dann aber bei einer Einmalzahlung 228 statt 208 Euro. Schon jetzt gilt per Übergangslösung, dass die Schüler-Jahrestickets auch für die S-Bahnen im City-Tunnel gelten.

Auch die kleine Schwester Schülercard (gilt nicht abends, in den Ferien und an Sonn- und Feiertagen) wird teurer, kostet künftig 124 statt 104 Euro. Zusätzlich zur Jahreskarte kann für 8,40 Euro monatlich eine Schülerfreizeitkarte für das MDV-Gebiet erworben werden. Diese gilt aber ausgerechnet nicht in den großen Ferien – ein Unding aus Sicht der Linken. Da bestehe die Gefahr, "dass Schüler ungewollt zu Schwarzfahrern werden", so die Fraktion.

Zwar sind die geplanten Tariferhöhungen Anfang Dezember von der Gesellschafterversammlung des MDV beschlossen worden, müssen aber noch die Aufsichtsräte des Verkehrsverbunds und der LVB passieren. Da zu den einzelnen Tarifprodukten noch keine genauen Infos zum Geltungsbereich vorliegen, „können die Beschlüsse nur vorläufig sein“, argumentiert die Linke. Die Aufsichtsräte tagen Ende Februar, Anfang März. „Genug Zeit für den Stadtrat, sich zu positionieren“, so Herrmann-Kambach.

Evelyn ter Vehn

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