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Lokales 10.000 Leipziger beim „Westfest“ der Konsum-Genossenschaft
Leipzig Lokales 10.000 Leipziger beim „Westfest“ der Konsum-Genossenschaft
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06:00 11.09.2017
Philine M. Zach (Dritte von rechts) hat das neue Konsum-Outfit entworfen, das Annika Meyert (rechts neben Zach) und Nils Bauer (links neben Zach) präsentierten. Organisiert wurde der Wettbewerb von Konsum-Vorstand Michael Faupel und Designerin Susanne Zaspel (von links) sowie Konsum-Vorstand Dirk Thärichen (rechts).    Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Große und viele kleine Besucher waren auf den Beinen, als die Handelskette Konsum am Sonntag zum „Westfest“ in ihre Zentrale in der Industriestraße einlud. Schon kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr herrschte reges Treiben im Innenhof der denkmalgeschützten Konsumzentrale – viele Leipziger nutzten das Fest, um sich ein verspätetes Frühstück mit Livemusik zu gönnen. Gegen Mittag herrschte auf dem gesamten Areal Gedränge – und die Plätze auf den Bänken wurden knapp, denn der Konsum hatte zahlreiche Leckereien organisiert: Im Innenhof machten Anbieter wie der Plagwitzer Bio-Bäcker Böhm, die Fleischerei Richter, die Fleisch- und Wurstwarenfabrik „So gut“, Sachsenobst und die Sektkelterei Rotkäppchen Appetit. „Wir wollen zeigen, wie stark wir mit regionalen Produkten aufgestellt sind“, erklärte Konsum-Marketingchef Matthias Benz.

Musik, Unterhaltung und eine Überraschung hatten sich die Konsum-Mitarbeiter für ihr jährliches Fest am Sonntag überlegt: Ab kommendem Jahr wird das Personal in den Märkten neu eingekleidet.

Auch andere Partner der 1884 in Leipzig gegründeten Konsumgenossenschaft waren gekommen. So der Leipziger Zoo, der zum Kinderschminken einlud, der Olympiastützpunkt, an dessen Stand Ex-Turmspringerin Heike Fischer-Jung kleinen Sportlern Tipps gab, und die LVZ Post, die in Minutenschnelle Briefmarken mit den Porträts von Besuchern herstellte und zu Sonderpreisen ausgab.

Das Gedränge kam zum Stillstand, als um 13 Uhr LVZ-Chefreporter Guido Schäfer mit dem ehemaligen DFB-Nachwuchstrainer Frank Engel und Konsum-Vorstandssprecher Dirk Thärichen über Leipzigs Rasenballer fachsimpelte. Zu hören war Schäfers Prophezeiung, dass RB-Torjäger Timo Werner demnächst „für 100 Millionen Euro in Richtung FC Bayern“ ziehen werde und RB die am Mittwoch beginnende Gruppenphase der Champions League „überstehen“ wird. Auch die für Montag anberaumte Entscheidung über mögliche deutsche Spielorte bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 werde „natürlich“ grünes Licht für den Standort Leipzig geben, so der Fußballexperte. Und Konsum-Vorstand Thärichen erinnerte daran, dass in den Konsum-Läden ein Gewinnspiel läuft, bei dem Eintrittskarten für das Champions-League-Spiel RB Leipzig gegen den FC Porto zu gewinnen sind.

Am Nachmittag wurde das Rätsel um die neue Arbeitskleidung der Konsum-Mitarbeiter aufgelöst. Denn die Handelskette hatte bei Jungdesignern der Leipziger Vitruvius Hochschule Modelle entwerfen lassen. Elf davon wurden am Sonntag auf der Bühne präsentiert – darunter auch der Siegerentwurf und drei weitere Arbeiten, die eine Jury in die engere Wahl gezogen hatte. „Wir haben auf Mode-Studenten gesetzt, weil wir frische und moderne Ideen wollten“, erläuterte Konsum-Vorstand Michael Faupel.

Das beste Outfit kreierte die Bremerin Philine M. Zach, die auf einen Mix aus hochwertigen Blautönen setzte. „Mich haben die Weinregale des Konsum inspiriert“, sagte die 20-jährige Studentin, die seit zwei Jahren bei Vitruvius in der Nordstraße 3-15 studiert. „Sie sind edel und gehoben, schick und fein.“ Die Mode-Designerin will noch zwei weitere Semester an der privaten Leipziger Hochschule studieren, ihren Abschluss machen und dann möglichst viel Praxiserfahrungen in London und Italien sammeln.

Die Design-Studenten um Dozentin Susanne Zaspel präsentierten auch futuristische Interpretationen der Arbeitskleidung von morgen. „Berufsbekleidung ist schwer zu entwerfen, denn man muss das besondere im Alltäglichen finden“, kommentierte Expertin Zaspel die Schau.

Wo die neue Berufsbekleidung der Konsum-Mitarbeiter gefertigt wird, steht indes noch nicht fest. In der engeren Wahl sei ein Produzent aus Leipzig und einer aus Chemnitz, hieß es.

Von Andreas Tappert

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