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Lokales 11.500 Kubikmeter Beton: Rohbau für Schienenkreuzung im Leipziger Norden komplett
Leipzig Lokales 11.500 Kubikmeter Beton: Rohbau für Schienenkreuzung im Leipziger Norden komplett
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14:11 07.03.2012
Am Mittwoch wurde das letzte Teilstück der Betonwand geschlossen. Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Bis zur angedachten Eröffnung des Citytunnels im Dezember 2013 müssen allerdings noch Untergrund, Gleise, Kabelschächte und Oberleitungen entstehen, damit hier die Ein- und Ausfahrt der Züge in den Tunnel organisiert werden kann.

„Um 8 Uhr haben wir begonnen, dass letzte Teilstück der Betonwand zu schließen“, erklärte Rüdiger Jeschke, Leiter der Bauüberwachung, am Mittwochmorgen am Rand der Arbeiten. Bis zum Abend soll die knapp acht Meter hohe Mauer fertig und somit insgesamt 5500 Quadratmeter Betonwand komplett sein. Laut Jeschke konnte der Zeitplan bei diesem Teilstück des Milliardenprojekts Leipziger Citytunnel auch penibel eingehalten werden: „Wir liegen absolut im Plan, konnten dieses Jahr sogar im Januar durcharbeiten und mussten nur beim Frost aussetzen.“

Leipzig. An der Westrampe zum Leipziger Citytunnel werden am Mittwoch die Betonarbeiten für ein gigantisches Kreuzungsbauwerk abgeschlossen. Seit September 2009 ist in den Gleisanlagen zwischen Eutritzscher und Wittenberger Straße ein 127 Meter langes  Bauwerk entstanden, in dem 11.500 Kubikmeter des Gemischs aus Zement und Gesteinskörnung verbaut wurden.

Nach Angaben von Rainer Tobian, Projektleiter bei der Deutschen Bahn, kostet die Gesamtkonstruktion etwa zehn Millionen Euro und funktioniert ähnlich wie ein Autobahnkreuz: Zwei Schienenstränge führen aus Richtung Halle über ein Brückenteil bis hin zur Citytunnel-Einfahrt. Parallel dazu verlaufen zwei Gleise aus Richtung Leipzig-Leutzsch, die ebenfalls an die Einfahrt des Tunnels herangeführt werden. Dabei kreuzt einer der beiden Leutzscher Schienenwege die beiden Hallenser unterhalb der Brückenkonstruktion.

Ein solcher Kreuzungsbau, der in der Fachsprache auch Überwerfungsbauwerk genannt wird, sei notwendig, damit die Züge parallel in den Leipzig Citytunnel sowie in den Hauptbahnhof ein- und ausfahren können, erklärte Tobian. Ähnliche Bauten werden zudem im Süden der Messestadt in Nähe der Richard-Lehmann-Straße und unterirdisch am nördlichen Ende des Leipziger Hauptbahnhofs errichtet.

Die Brückenkonstruktionen gehören zu einer Vielzahl von infrastrukturellen Maßnahmen im Umfeld des Leipziger Hauptbahnhofs, die beim Bau des doppelröhrigen Eisenbahntunnels unter der Messestadt notwendig wurden. Neben den genannten Kreuzungen sind das die neue Haltestation Leipzig-Nord an der Berliner Brücke, neue Schaltposten, der Umbau der Oberleitungsanlagen, die Anpassung der Signalanlagen sowie umfangreiche Kabeltiefbauarbeiten, teilte die Deutsche Bahn mit.

Mit dem Bau des Citytunnels wurde im Juli 2003 begonnen. Bis Dezember 2013 soll das nach aktuellen Schätzungen etwa 960 Millionen Euro teure Prestige-Projekt fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.

Matthias Puppe

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