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Lokales 14 Partnerstädte - Leipzig ist in Sachsen spitze
Leipzig Lokales 14 Partnerstädte - Leipzig ist in Sachsen spitze
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20:01 20.10.2013
Leipzig liegt bei den Spitzenmieten an erster Stelle in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Quelle: IVD MitteOst

Im Idealfall ein Geben und Nehmen. So halten es auch die sächsischen Städte mit ihren Partnern. Allen voran Leipzig, das unter den zehn größten Städten im Freistaat mit 14 Partnerstädten vorn liegt. Dicht gefolgt von Dresden mit 13, Chemnitz mit 12 und Freiberg, das immerhin noch acht vorweisen kann.

"Wir gewinnen dadurch Internationalität auf allen Gebieten, in Kunst und Kultur, Wissenschaft, Bildung oder wirtschaftlicher Zusammenarbeit", erklärt Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referats für internationale Zusammenarbeit im Leipziger Rathaus. Entscheidend seien aber die persönlichen Beziehungen, die "Menschen, die dahinter stehen". Durch gemeinsame Projekte, Workshops, Arbeitsaustausch, Schulungen, Beratungen oder offizielle Besuche wird den Menschen die Chance geboten, einander kennenzulernen.

Dabei ist es - wie bei echten Partnerschaften - manchmal ein langwieriger Prozess bis die Bande geknüpft werden. "Am Anfang sollten immer rege Aktivitäten zwischen Bürgern stehen", sagt Goldfuß. "Dann kann auch die politische Verbindung folgen." So geschehen etwa bei der israelischen Stadt Herzliya, seit 2011 Leipziger Partnerstadt und damit jüngste der 14. Durch langjährige Kontakte der hiesigen jüdischen Gemeinde mit ausgewanderten Leipziger Juden war die Bindung über die Jahre immer weiter gewachsen.

Dass solche Bündnisse manchmal einfach Zeit brauchen, muss derzeit Harald Rosenberger erfahren. Im August war der Österreicher mit Leipziger Wurzeln mit einem offiziellen Schreiben des Grazer Oberbürgermeisters Siegfried Nagl im Rathaus erschienen. Der Inhalt: Ein Angebot, die schon bestehenden Beziehungen der beiden Städte in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Stadt-Region in die Form einer Städtepartnerschaft zu gießen. "Graz und Leipzig sind sich in vielen Bereichen sehr ähnlich", sagt Rosenberger, für den die Verbindung eine Herzensangelegenheit ist. Mehrere Gemeinderäte der ÖVP unterstützten sein Vorhaben bereits, so Rosenberger. Ob Graz aber tatsächlich Leipzigs Nummer 15 werden könnte, ist derzeit völlig offen. "Mit 14 ist die Obergrenze wahrscheinlich langsam erreicht", gibt Goldfuß zu Bedenken.

Die Etats für Aktivitäten mit Partnerstädten sind in Zeiten knapper Kassen ohnehin begrenzt. In Leipzig liegt er im fünfstelligen Bereich. Eine vergleichsweise bescheidene Summe. Häufig muss "ein angemessener Eigenanteil erbracht werden", heißt es in der "Förderrichtlinie Städtepartnerschaften" der Dresdner Stadtverwaltung. Neben Partnerschaften gibt es aber noch weitere Möglichkeiten, sich auszutauschen: Städtefreundschaften oder Zusammenarbeiten ohne institutionalisierte Form. Dass in die Partnerschaften neben etwas Geld auch jede Menge Zeit investiert werden muss, sieht man bei den kleineren Städten wie Pirna, Freital oder Bautzen. Sie pflegen nicht nur deutlich weniger Bündnisse als die großen Drei, sondern tun dies eher in Deutschland und den direkten Nachbarstaaten wie Polen, Tschechien oder Frankreich. Dagegen ist Österreich sachsenweit deutlich unterrepräsentiert. Nur Dresden (mit Salzburg) Plauen (mit Steyr) pflegen Verbindungen zum südlichen Nachbarn.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2013

Thomas Fritz

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