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Lokales 15 neue Kindertagesstätten sind in Leipzig für 2017 geplant, weitere 31 Kitas in Arbeit
Leipzig Lokales 15 neue Kindertagesstätten sind in Leipzig für 2017 geplant, weitere 31 Kitas in Arbeit
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17:29 17.08.2016
Spielende Kinder in der Kindertagesstätte „EinSteinchen“ in der Brüderstraße, die von der Fröbel-Gruppe gut betreut werden. Quelle: Kempner
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Leipzig

 Es bleibt eine gigantische Herausforderung für Leipzig: 4332 Betreuungsplätze müssen im Kitajahr 2016/17 im Vergleich zum Vorjahr zusätzlich entstehen. Das kündigte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) an, der am Mittwoch die Kita-Bedarfsplanung vorstellte. Konkret sind das 850 Plätze für Kinder unter drei Jahren, 2137 für Kindergartenkinder sowie 381 in der Kindertagespflege. Für Hortkinder werden zusätzlich 964 Plätze benötigt. Demnach werden 2017 insgesamt 15 Kitas gebaut.

Was wird derzeit gebaut? Momentan laufen 13 Baumaßnahmen, davon sieben Neubauten. Dieses Jahr sind bereits 778 Plätze in acht neuen Einrichtungen in Betrieb genommen worden, bis Jahresende sollen weitere 343 Plätze hinzukommen. Für 2017 ist insgesamt ein Plus von 1831 Plätzen vorgesehen.

Reicht das aus? Nein. Der Geburtenboom und der Zuzug junger Familien hält seit 2014 unvermindert an. Weitere 31 Projekte sind daher in Planung, die dann Schritt für Schritt ab 2018 realisiert werden. Das sind Neubauten, Erweiterungen und Ersatzneubauten. „Wächst Leipzig weiterhin so wie prognostiziert, müssten bis zum Jahr 2030 weitere 40 Kitas dazukommen“, sagt Fabian. Die konkrete Planung hat zunächst aber die nächsten drei Jahre im Blick.

Geht das alles schnell genug? „Eine Familie, die gerade dringend einen Platz sucht, wird es sicherlich nicht trösten, wie wir uns anstrengen“, so Fabian: „Unsere Bilanz ist aber vorzeigbar. Innerhalb der letzten zehn Jahre sind 13883 Betreuungsplätze in Leipzig hinzugekommen.“ Baukosten: 166 Millionen Euro.

Was sagt die Bevölkerungsvorausschätzung? In diesem Jahr leben 22402 Drei- bis Siebenjährige in Leipzig, 2025 sollen es dann 29661 sein. Unter Dreijährige gibt es 12807, in neun Jahren sollen es laut Prognose 15822 sein.

Wird für jedes Neugeborene ein Platz geplant? Nein. Die Stadt geht von einer Bedarfsquote von 93,2 Prozent für Kinder ab drei Jahre bis zum Schuleintritt aus. Für die Ein- bis Dreijährigen sind es 82,9 Prozent. Einschließlich Hort stehen in Leipzig im nächsten Jahr insgesamt 50922 Plätze bereit, derzeit sind es etwa 46590. Die Nutzungsquote ist niedriger. Das liegt daran, dass nicht alle Eltern eine Betreuung wollen. Andererseits gibt es in vielen Stadtteilen noch Engpässe.

Was gibt die Stadt für die Kinderbetreuung aus? 2016 sind es laut Plan 263 Millionen Euro, davon 159,2 Millionen aus städtischen Eigenmitteln. Der Rest finanziert sich aus der Kitapauschale des Freistaates Sachsen sowie den Elternbeiträgen. Zum Vergleich: 2012 waren es noch 190,3 Millionen Euro, davon 109,7 Millionen städtisches Geld. Im Doppeletat 2017/18 wird die Summe beträchtlich steigen.

Wie entwickeln sich die Elternbeiträge? Es deutet sich an, dass diese im kommenden Jahr ebenfalls steigen. Ermittelt werden sie auf Basis der jüngsten Betriebskostenabrechnung 2015. Kosten für Strom, Miete, Personal sind höher geworden und werden wieder anteilig auf die Eltern umgelegt. „Konkret ausgerechnet ist dies aber noch nicht“, so Jugendamtsleiter Nicolas Tsapos.

Wer baut die neuen Kitas? Vornehmlich Freie Träger sowie private Investoren. Die Stadt selbst will sechs Projekte selbst realisieren – über ihre Töchterfirmen wie die LESG oder die Städtische Altenpflege GmbH. Weil innerstädtische Flächen immer knapper werden, geht der Trend hin zu mehrstöckigen Kita-Gebäuden.

Werden zu viele Kitas gebaut? „Das ist nicht absehbar“, so der Bürgermeister. Im ersten Halbjahr 2016 sind 289 Kinder mehr als im Vergleichzeitraum 2015 geboren worden – das sind schon mindestens zwei Kitas zusätzlich.

Von Mathias Orbeck

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