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Lokales 17. Juni: Leipzig und andere Städte erinnern an den DDR-Volksaufstand von 1953
Leipzig Lokales 17. Juni: Leipzig und andere Städte erinnern an den DDR-Volksaufstand von 1953
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10:11 01.11.2016
Der Gedenkort „Panzerspuren“ im Leipziger Salzgässchen erinnert an den Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig/Berlin

Der Europaabgeordnete und DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz (Grüne) hält die Gedenkrede, bevor Gisela Moltke als Zeitzeugin an die Ereignisse von vor 60 Jahren erinnert.

Um 17 Uhr öffnet die Nikolaikirche ihre Türen zum Friedensgebet „Schließt euch an“. Am Gedenkort „Panzerspuren“ im Salzgässchen wird im Anschluss der Opfer des 17. Juni gedacht.

Insbesondere mit dem Volksaufstand in Leipzig beschäftigt sich der Film „Wir wollen freie Menschen sein“, der um 19 Uhr im Museum in der "Runden Ecke" gezeigt wird. Außerdem berichten dort Zeitzeugen über die Geschehnisse und ihre Bedeutung für die heutige Gesellschaft.

In rund 700 DDR-Orten waren am 17. Juni 1953 mehr als eine Million Menschen auf die Straße gegangen. Aus anfangs sozialen Protesten – so gegen höhere Arbeitsnormen – entwickelte sich der Ruf nach Freiheit und Demokratie. Der Aufstand wurde mit sowjetischen Panzern niedergewalzt. Danach vollstreckte die DDR-Justiz massenhaft Unrechtsurteile gegen Aufständische. „Rädelsführer“ wurden standrechtlich erschossen.

Gedenken in Sachsen – Kranzniederlegung mit Gauck und Merkel in Berlin

Auch in anderen Städten wird am Montag an die Massenerhebung erinnert. Im Landtag in Dresden wird aus diesem Anlass am Vormittag eine Ausstellung des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen eröffnet. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) legt am Nachmittag in Görlitz einen Kranz nieder. Nach einem Fürbittgottesdienst trifft sich der Regierungschef mit Vertretern von Opferverbänden. Die Stadt Dresden lädt am frühen Abend zu einer Veranstaltung in der Dreikönigskirche ein. In Plauen wird abends die Ausstellung „Wir wollen freie Menschen sein“ eröffnet.

Bundespräsident Joachim Gauck wird zur Kranzniederlegung in Berlin erwartet. Quelle: dpa

Mit einer Kranzniederlegung wird in Berlin an die Opfer des DDR-Volksaufstandes vor 60 Jahren erinnert. Zu dem Gedenken auf dem Friedhof Seestraße werden Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Die Kanzlerin wird auch eine Rede halten. Mit einer Gedenkminute sollen die mutigen Frauen und Männer vom 17. Juni 1953 gewürdigt werden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird ebenfalls einen Kranz niederlegen.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) wird in der Stadt Brandenburg eine Gedenkstele enthüllen. In der Stadt hatten damals Tausende Aufständische demonstriert. Anschließend nimmt der SPD-Politiker dort an einem ökumenischen Gottesdienst teil.

maf/dpa

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