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Lokales 177 Meisterwerke: Ausstellung der World Press Photos 2011 im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet
Leipzig Lokales 177 Meisterwerke: Ausstellung der World Press Photos 2011 im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet
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22:37 09.01.2012
Am Montag ist in der Buchhandlung Ludwig im Leipziger Hauptbahnhof die Ausstellung „World Press Photo 11" offiziell eröffnet worden. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Sämtliche der 177 ausgezeichneten Bilder von 54 Fotografen aus 23 Ländern sind in den Promenaden zu sehen.

Bei anderen Veranstaltungen, die zum 18. Mal stattfinden, kann sich Langeweile einstellen. Keineswegs so bei der Schau der besten Pressefotos der Welt, deren diesjährige Auflage noch bis zum 29. Januar in den Hauptbahnhof-Promenaden zu sehen ist. Insgesamt hatten sich bei dem alljährlichen Wettbewerb fast 5700 Fotografen aus 125 Ländern mit über 108 000 Bildern beteiligt.

Eine „gute Tradition" und „einmalig", nennt es Promenaden-Centermanager Stefan Knorr, dass die Schau zum 18. Mal in Folge in Leipzig zu sehen ist. Die Jury („eine unglaubliche Arbeit") habe tolle Natur- und Tieraufnahmen sowie Bilder harter Fakten herausgesucht, die den Betrachter „nachdenken lassen, was so alles geschehen ist".

Schirmherr und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) erklärt, die Exposition sei jedes Jahr „etwas Besonderes", auf das er sich freue. Die Aussagekraft von Fotos sei ungebrochen. Sie würden „unser Denken beeinflussen". Zugleich mahnt er, dass sich „Fotojournalisten der Wahrheit stellen" sollen. Denn immer mehr Menschen würden sich fragen, ob es sich um echte oder bearbeitete Bilder handelt. Er selbst hätte sich neben den Siegerfotos in eine Serie des Dänen Mads Nissen verliebt. „Die tragische Geschichte hat mich doch sehr berührt", sagt Jung.

Von „Fluch und Segen der neuen Technik" spricht Micha Schneider, amtierender LVZ-Chefredakteur. Und verhehlt auch nicht, dass der „Run auf das schönste oder spektakulärste Foto" teils böse Auswüchse mit sich bringt. Ihm selbst komme - auch in der eigenen Zeitung - „das Freudvolle teilweise zu kurz". Er glaube zudem, dass es „mitunter sinnvoller ist, ein großes, ausdrucksstarkes Foto vielen, zu kleinen Bildern vorzuziehen". Außerdem würden viele Fotos erst wirken, wenn sie eine gewisse Größe haben. Am Rande verrät Schneider, dass im LVZ-Verbund jährlich etwa 50 000 Bilder veröffentlicht werden.

Erik de Kruijf, Projektmanager der World-Press-Photo-Stiftung, betont: „Viele der Fotos sind nicht selbstverständlich." Oft würden die Fotografen vergessen, die unter teils sehr gefährlichen Bedingungen agieren und „ihr Leben riskieren, um Betroffenen ein Gesicht zu geben". Dies zwinge zu „Respekt und Dankbarkeit". Der Niederländer berichtet zugleich, dass es gerade in Leipzig, das er zum zweiten Mal besuche, „eine wirklich treue Kundschaft für die Ausstellung" gebe.

Einig sind gestern alle in einem: Sie hoffen auf viele Betrachter - ob nun auf der Durchreise oder gezielt auf den Hauptbahnhof kommend. „Lassen Sie sich inspirieren", so ihre Aufforderung.

Martin Pelzl

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