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Lokales 190 Meter hoher Funkturm in Leipzig geplant - Stadtrat entscheidet im Dezember
Leipzig Lokales 190 Meter hoher Funkturm in Leipzig geplant - Stadtrat entscheidet im Dezember
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14:47 07.11.2012
Ein 190 Meter hoher Funkturm soll an der Kreuzung Richard-Lehmann-/Zwickauer Straße entstehen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Planungen für das Projekt laufen im Rathaus schon auf vollen Touren. Bereits im kommenden Monat soll der Stadtrat über die Aufstellung eines Bebauungsplanes entscheiden. Voraussichtlich 2014 will die Telekomtochter ihre neue Anlage in Betrieb nehmen.

Bisher nutzte die Funkturm GmbH den Stadtwerke-Schornstein an der Arno-Nitzsche-Straße. „Das Bauwerk ist etwas in die Jahre gekommen“, sagte Jochem Lunebach, Leiter des Stadtplanungsamtes, am Mittwoch. Der Schornstein sei zwar noch sicher, reiche dem Betreiber aber nicht mehr aus. „Wir sind an einer langfristigen Lösung interessiert“, erklärte Steffen Zahn von der Funkturm GmbH. An dem Schornstein seien keine Erweiterungen mehr möglich.

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Deshalb habe das Unternehmen gemeinsam mit der Kommune fünf Standorte für einen Neubau geprüft. Flächen an der Brandenburger und Rackwitzer Straße scheiterten schnell am Veto der Stadtplaner. „Dort hätte der Turm zu stark in die Stadtsilhouette eingegriffen“, so Lunebach. Ein weiterer Platz am Plagwitzer Bahnhof sei an technischen Bedenken gescheitert. Ausgeschieden ist auch ein Areal an der Arno-Nitzsche-Straße. „Der Eigentümer hatte dort andere Pläne“, sagte Zahn. Damit blieb nur noch das Grundstück am Messegrund an der Zwickauer Straße übrig.

Für den Mastbetreiber ist die Lage ideal. „Wir wollten in der Nähe der Innenstadt bleiben“, erklärte Zahn. Für die Nutzer des DVB-T-Fernsehens sollte sich die bisherige Stärke des Signals nicht verändern. Zudem werde nun auch das Umland mit versorgt.

Wie weit genau das Fernsehen für unterwegs problemlos genutzt werden kann, blieb am Mittwoch allerdings offen. „In einigen ländlichen Regionen sind an Häusern auch Außenantennen notwendig“, berichtete Funkturmexperte Zahn. Bis nach Meusdorf reiche die Versorgung auf jeden Fall.

Für das geplante Stahlgitterbauwerk liegen zwei Entwürfe eines Halleschen Ingenieurbüros vor. Während die erste Variante durch viele Öffnungen dominiert wird, zeige der zweite Entwurf ruhige und gleichmäßige Linie.

Vorschlag Nummer zwei wird derzeit vom Gestaltungsforum für Architektur bevorzugt. Das Gremium mit externen Fachleuten berät die Kommune in Fragen der Stadtplanung. Für Lunebach sind die Ratschläge wichtig. Schließlich könne der Turm zu einem neuen Markenzeichen von Leipzig werden. Nicht nur durch seine Höhe sei er schon von Weitem sichtbar, mit Start für den Citytunnel kämen täglich auch Tausende Reisende aus Richtung Süden unmittelbar an dem Mast vorbei.

Mit seinen 190 Metern wird der Turm alle Gebäude in der Innenstadt überragen. Für den Spitzenplaz als höchstes Leipziger Bauwerk fehlen ihm allerdings 15 Meter. Der Schornstein des Stahl- und Hartgusswerkes Bösdorf in Knauthain misst 205 Meter.

Was aus dem bisher genutzten 170 Meter hohen Schlot der Stadtwerke wird ist noch offen. „Wir haben mit der Funkturm GmbH noch einen Vertrag bis 2020“, sagte Thomas Stein, Leiter für Imagekommunikation beim kommunalen Energieversorger. Den wolle das Unternehmen auch erfüllen. Andere Pläne gebe er derzeit nicht.

Matthias Roth

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