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2,93 Millionen Euro EU-Mittel für Leipziger Osten: Sporthallen-Bau am Rabet kann beginnen

2,93 Millionen Euro EU-Mittel für Leipziger Osten: Sporthallen-Bau am Rabet kann beginnen

Die Bauarbeiten für eine neue Sporthalle am Stadtteilpark Rabet können noch dieses Jahr beginnen. Das sächsische Innenministerium machte den Weg dazu am Freitag frei, indem es Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitstellt.

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Übergabe des Bewilligungsbescheides durch den sächsischen Innenminister Markus Ulbig, für den EFRE geförderten Neubau einer Sporthalle am Rabet.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Vor Ort übergab Minister Markus Ulbig (CDU) den entsprechenden Bescheid über 1,6 Millionen Euro an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) – und verkündete zudem, dass der Stadtteil rund um die Eisenbahnstraße weitere Fördergelder in Höhe von 1,3 Millionen erhält.

Im Ergebnis soll die insgesamt rund 4,5 Millionen Euro teure Halle mit drei Spielfeldern Ende 2013 fertig sein und der neuen Sportstätte an der Radrennbahn in der Windorferstraße ähneln, die erst in dieser Woche eröffnet wurde. Im Unterschied zur Arena in Kleinzschocher soll die Halle am Rabet jedoch über mobile Tribünen und einen Mehrzweckraum verfügen, damit dort auch kulturelle Veranstaltungen oder Vereinstreffen stattfinden können.

Jung: „Stadtteil hat Neubau dringend nötig“

„Was lange währt, wird manchmal gut“, sagte Oberbürgermeister Jung und sprach damit vielen anwesenden Bürgern im Leipziger Osten aus dem Herzen, die bereits seit dreieinhalb Jahren auf Ersatz für die 2008 abgebrannte Sporthalle in der Konradstraße warten. „Der Stadtteil hat diesen Neubau dringend nötig. Sport ist das Bindeglied für das Miteinander, besonders zwischen Menschen aus verschiedenen Nationen.“ Im Stadtbezirk Ost besteht nach Angaben der Stadtverwaltung derzeit der höchste Bedarf an Sporthallenflächen.

Innenminister Ulbig lobte das Vorhaben, das Engagement aller Beteiligten und die Entwicklung des Stadtteils insgesamt. Viel wichtiger aber: Der Minister brachte aus Dresden einen weiteren Bescheid über EU-Fördermittel mit. „Es stehen 1,33 Millionen Euro aus dem EFRE-Programm für sonstige Projekte oder die Fortführung von Maßnahmen hier im Stadtteil bereit.“ Wofür das Geld konkret ausgegeben werden soll, ist noch unklar.

Versicherungsgelder drohten zu verfallen

Nach einem Brandanschlag im März 2008 war von der Sporthalle in der Konradstraße nicht viel mehr übrig geblieben als Schutt und Asche. Die Stadt hatte daraufhin bereits 2009 einen Neubau beschlossen. Bislang fehlten hierzu aber die nötigen Gelder vom Land. Jetzt duldete das Vorhaben keinen Aufschub mehr, weil ansonsten Versicherungsgelder in Höhe von knapp 500.000 Euro für die alte Halle verfallen wären.

Aus dem Stadtrat verlauteten deshalb nicht nur lobende Worte für die plötzliche Freigabe der Fördergelder. Die CDU wolle den Leipziger Bürgern das „gute Ende einer langen Geschichte als Erfolg der sächsischen Landesregierung unterjubeln“, sagte der Vorsitzende des Leipziger Sportausschusses und SPD-Stadtrat Christopher Zenker. Die Landesregierung habe das Projekt aber vielmehr Jahr für Jahr trotz des Wissens um die auslaufenden Versicherungsgelder verschoben. Ähnlich äußerte sich die sportpolitische Sprecherin der Linken, Margitta Hollick.

Leipziger Osten entwickelt sich positiv – 400 Arbeitsplätze geschaffen

Zu den Vorwürfen wollte sich Innenminister Ulbig am Freitag gegenüber LVZ-Online nicht direkt äußern. „Ich möchte jetzt die Kritik nicht in den Mittelpunkt heben. Die Finanzierung steht, man möchte dass Ganze jetzt in 1,3 Jahren umsetzen – was sehr ambitioniert ist – und dies holt ja etwas der verlorenen Zeit wieder auf“, sagte er während eines anschließenden Rundgangs durch das Quartier am Rabet mit OB Jung, Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) und Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD)

Die generelle Entwicklung des Stadtteils bezeichnete Oberbürgermeister Jung positiv. „Wir haben viel geschafft in den vergangenen Jahren und erleben, dass mittlerweile Menschen in dieses Quartier zuziehen“, sagte das Stadtoberhaupt. Weniger Leerstand bedeute dabei mehr Kaufkraft. Die Stadt habe errechnet, dass durch die Förderprogramme der vergangenen Jahre 400 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Nun müsse das Viertel „Schritt für Schritt weiter aufgewertet“ werden. Als Herausforderung nannte Jung die „Stärkung des Sicherheitsgefühls“.

Landesregierung: EU-Fördergelder auch für Markranstädt und Freital

Am Rande des Ortstermins wurde zudem bekannt, dass auch die Städte Markranstädt und Freital EU-Fördermitteln für Städtebaumaßnahmen erhalten sollen. Wie das Innenminsterium in Dresden bekannt gab, darf Markranstädt Gelder in Höhe von 1,37 Millionen Euro erwarten. Nach Freital sollen 1,64 Millionen Euro aus dem EFRE fließen.

Alexander Laboda

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