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Lokales 200 Leipziger demonstrieren für günstige Mieten und alternative Wohnprojekte
Leipzig Lokales 200 Leipziger demonstrieren für günstige Mieten und alternative Wohnprojekte
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23:06 21.02.2012
Ein Beispiel für die Verdrängung von sozial benachteiligten Mietern sei in der Windmühlenstraße in Leipzig zu finden, sagte Juliane Nagel, Stadträtin der Linken. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Teilnehmer nutzten die Demonstration auch dazu, auf Probleme der Stadtentwicklung vor Ort aufmerksam zu machen.

Gegen 19.30 Uhr versammelten sich vor allem junge Leute in der Herderstraße in Connewitz, um über die Karl-Liebknecht-Straße bis zur Moritzbastei zu laufen. Dort fand um 21.15 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Nach Angaben der Polizei verlief die Aktion friedlich.

Schokoladen ist ein Verein, welcher in Berlin in einem Haus ein Café betreibt und dort seit Jahren Konzerte und Lesungen veranstaltet. Zudem sind in dem Gebäude Ateliers von Künstlern untergebracht. Der Eigentümer der Immobilie wollte das 1990 besetzte Haus ursprünglich am Mittwoch räumen lassen. Dieser Termin wurde ausgesetzt. Bis Ende März soll eine neue Lösung zwischen Verein und Eigentümer gefunden werden.

Mit der Demonstration in Leipzig will die Leipziger Gruppe „Wir bleiben hier!“ das Projekt in Berlin unterstützen. Selbstorganisierte und nicht-kommerzielle Freiräume seien wichtig, sagte Juliane Nagel in einer Mitteilung der Veranstalter. Die Stadträtin der Linken in Leipzig hatte die Protestaktion angemeldet.

Nagel zufolge führt auch in Leipzig die Gentrifizierung, also die Aufwertung eines Stadtteils durch Sanierungen und den Zuzug von wohlhabenderen Mietern, zur Verdrängung von sozial benachteiligten Bewohnern. Als Beispiele nannte sie Wohnkomplexe in der Windmühlen- und Kantstraße. „In beiden Fällen stehen die von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft LWB an private Investoren verkauften Objekte vor der Sanierung.“ Mietsteigerungen werden die Folge sein, sagte die Stadträtin. Günstiger Wohnraum dürfte sich aber nicht nur auf die Plattenbauten an den Stadträndern beschränken.

rob

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