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Lokales 200-Seiten-Plan für Radverkehr: LVZ-Online startet Umfrage zu Gefahrenpunkten in Leipzig
Leipzig Lokales 200-Seiten-Plan für Radverkehr: LVZ-Online startet Umfrage zu Gefahrenpunkten in Leipzig
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19:55 26.01.2012
Im März soll der Leipziger Stadtrat über den neuen Radverkehrsentwicklungsplan abstimmen. Hier ist eine Radfahrerin in der Karl-Liebknecht-Straße zu sehen. (Symbol- und Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Dann könnte auch über die am Mittwoch vertagte Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht befunden werden. Im Vorfeld des am Donnerstag vorgestellten Papiers gab es laut Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) über 60 öffentliche Veranstaltungen. „Von den etwa 1000 eingegangenen Hinweisen, die ein wirklich großes Interesse dokumentieren, wurden eine ganze Menge berücksichtigt", sagte zur Nedden. Ziele des seit einiger Zeit in Arbeit befindlichen Plans seien „die Steigerung des Radverkehrsanteils, die Senkung des relativen Unfallrisikos sowie die Erhöhung der Nutzerzufriedenheit".

LVZ-Online will deshalb in einer Facebook-Umfrage wissen:

Fahrradstraße, Fahrradbügel, innerer Fahrradring - wo in Leipzig müssen die Stadtplaner ran, um ein besseres Miteinander von Rad- und Autofahrern zu schaffen?

„Die empfohlenen Maßnahmen haben zum Ziel, bei Planungen den Radverkehr gleichberechtigt zu entwickeln", so Verkehrs- und Tiefbauamtschefin Edeltraut Höfer. Künftig sei die Vorlage eines jährlichen Radverkehrsberichts geplant. Letztlich solle eine Steigerung des Radverkehrsanteil von aktuell 14,4 auf dann 18 Prozent erreicht werden – bei gleichzeitigem Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf 25 Prozent sowie der Stabilisierung der Fußgänger-Quote bei 27 Prozent.

Dresden soll beim Anteil an Radfahrern am Verkehrsaufkommen überholt werden

Bewirkt werden soll dies laut Torben Heinemann, Abteilungsleiter Generelle Planung, unter anderem durch Maßnahmen wie „Alltags- vor Freizeitradverkehr", der Einrichtung eines „inneren Fahrradrings in der autoarmen Innenstadt", bessere Wegweisung und Installierung von Fahrradstraßen sowie den Vorrang für Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Heinemann betonte, dass sich etwa die Hälfte der 200-seitigen Vorlage mit den Abwägungen von Bürgerhinweisen beschäftigen würde.

Im März soll der Leipziger Stadtrat über den neuen Radverkehrsentwicklungsplan abstimmen. (Symbol- und Archivfoto) Quelle: dpa

Leipzig steht laut zur Nedden bundesweit gut mit seiner Radverkehrsförderung da. „Wir reichen zwar nicht an Bremen mit 25 Prozent Radverkehr oder an Münster heran, wo bei gleichzeitig sehr wenig ÖPNV das Verhältnis von Rad- zu motorisiertem Verkehr bei 37:36 liegt, doch sind wir durchaus zufrieden", so der Bürgermeister, der sich am Rande noch entlocken ließ, dass perspektivisch auch Dresden mit derzeit 16 Prozent überholt werden soll.

Wie fast immer bei Plänen das leidige Thema Finanzen: „Wir bräuchten etwa 30 Millionen Euro, um über die Jahre alles umzusetzen", erklärte der Bürgermeister. Ob dies erreicht werden könne, sei aktuell nicht zu sagen. Für das laufende Jahr seien zwei Millionen Euro geplant. Zehn bis zwölf Kilometer Radtrasse sollen so auch 2012 neu geschaffen werden, sekundierte Höfer. „Und bis 2013 wird es allein in der Innenstadt über 1000 Fahrradbügel geben", blickte zur Nedden voraus, der am Donnerstag übrigens zu Fuß ins Rathaus kam. Höfer und Heinemann setzten auf öffentliche Verkehrsmittel.

Weitere Details zum Radverkehrsentwicklungsplan sind hier zu finden.

Martin Pelzl

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