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Lokales 2017 wird in Leipzig so viel gebaut wie nie zuvor – Stadt und ihre Firmen geben 700 Millionen aus
Leipzig Lokales 2017 wird in Leipzig so viel gebaut wie nie zuvor – Stadt und ihre Firmen geben 700 Millionen aus
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07:00 01.03.2017
Zu den großen Investoren in Leipzig gehören die Wasserwerke, die im Süden unter der B 2 derzeit einen Regenwasserkanal bauen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Diese Nachricht dürfte vor allem in der Bauwirtschaft die Sektkorken knallen lassen: 700 Millionen Euro – so viel wie noch nie – werden die Stadt und ihre kommunalen Unternehmen allein in diesem Jahr in Leipzig investieren. Wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Dienstag sagte, fließt das Geld in Ver- und Entsorgungsprojekte, Verkehr, Wohnungsbau, Kultur, Gesundheit, Soziales, Jugend und Bildung. „Wir investieren in die Zukunft der Stadt“, hob er hervor. „Das ist eine gewaltige Summe.“ Zum Vergleich: Der Bau der Neuen Messe hat damals 600 Millionen Euro gekostet.

Die Stadt mit 7000 Mitarbeitern und ihre Kommunalbetriebe mit 13 000 Beschäftigten seien ein bedeutender Arbeitgeber in Leipzig. Allein der LVV-Konzern (Stadt- und Wasserwerke, Verkehrsbetriebe) trage mit 140 Millionen Euro zum Steuer- und Abgabenaufkommen in Sachsen bei, jeder Arbeitsplatz dort schaffe weitere Jobs bei anderen Arbeitgebern.

Die Kommune, auf die von der Rekordinvestitionssumme 231,4 Millionen Euro entfallen, legt den Schwerpunkt auf Schulen. 98,2 Millionen Euro fließen in neue und zu sanierende Bildungseinrichtungen. So stehen die Gymnasien in der Telemannstraße und der Gorkistraße kurz vor ihrer Fertigstellung. Drei Grundschulen werden 2017 errichtet.

33 Millionen Euro stehen für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung, Schwerpunkte dabei sind die Georg-Schwarz-Straße, der Neubau der Plagwitzer Brücke und der Brücke in der Landsberger Straße.

„Investitionen sind die beste Wirtschaftsförderung, die wir in der Stadt tätigen können“, erklärte Jung. Dreiviertel der Aufträge bleiben in der Region. Doch es wird zunehmend schwieriger, Firmen vor Ort anzuheuern. Jung: „Wir hatten den Neubau einer Schule über 15 Millionen Euro ausgeschrieben und bekamen kein Angebot. Die Unternehmen der Baubranche sind so stark ausgelastet, dass wir in Zukunft auch über die Region hinaus denken müssen.“

Das investieren die Kommunalfirmen:

Stadtwerke: 83,1 Millionen Euro, darunter in dezentrale Blockheizkraftwerke und erneuerbare Stromerzeugung.

Verkehrsbetriebe: 74,7 Millionen Euro vor allem in 14 neue XL-Straßenbahnen (Stückpreis: 3,5 Millionen Euro) und das Gleisnetz.

Wasserwerke: 71 Millionen Euro, unter anderem in das Abwasserprojekt B2/Wundstraße und eine Umweltverträglichkeitsprüfung zum Ausbau des Klärwerkes im Rosental. Jung: „Wir müssen auf der vorhandenen Fläche im Jahr 2030 die doppelte Menge Abwasser klären.“

Wohnungsgesellschaft LWB: 70,5 Millionen Euro in Wohnraumsanierung und Neubau, auch von Kitas.

Entwicklungsgesellschaft LESG: 25,6 Millionen für den Neubau einer Kita und einer Förderschule in der Curiestraße sowie eine neue Asylberwerberunterkunft in der Arno-Nitzsche-Straße.

Städtische Altenpflegeheime: 19,7 Millionen Euro in ein neues Altenheim und eine altersgerechnete Wohnanlage in der Görlitzer Straße.

Klinikum St. Georg: 17 Millionen Euro unter anderem in den Ausbau des Mutter-Kind-Bereiches, den Neubau einer Poliklinik sowie in die Vorbereitung für einen internistischen Neubau/Zentralbau II.

Zoo: 4,7 Millionen Euro, darunter die neue Hochgebirgslandschaft Himalaya.

Dieses Investitions-Feuerwerk soll übrigens keine Ausnahme bleiben. Jung: „Wir werden versuchen, das Niveau in den nächsten Jahren zu halten.“

Von Klaus Staeubert

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