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Lokales 22 weitere Stolpersteine in Leipzig verlegt – Angehörige der NS-Opfer sind anwesend
Leipzig Lokales 22 weitere Stolpersteine in Leipzig verlegt – Angehörige der NS-Opfer sind anwesend
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16:18 16.07.2013
Mehr als 200 messingfarbene Stolpersteine erinnern künftig in Leipzig an Opfer des NS-Terrors. Quelle: dpa
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Leipzig

Zu jenen, deren Schicksal nun wieder in Erinnerung gerufen wird, zählt Walter Cramer. Er war in die Pläne des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 verwickelt und wurde deswegen im November 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Klein und quadratisch glänzen die Stolpersteine messingfarben zwischen Gehwegplatten, versehen sind sie mit einem Namen, Geburts- und Sterbejahr sowie dem Todesort. Sie markieren die früheren Wohnorte der Opfer des Nationalsozialismus; meist deportierte Juden. Initiator Demnig verlegt die Gedenksteine seit 1997.

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Auf der Leipziger Eisenbahnstraße 97 lebte etwa Sora Sofie Schneider. Sie wurde im Januar 1942 nach Riga deportiert. Im dortigen Ghetto verliert sich ihre Spur. Die beiden älteren Kinder der jüdischen Familie Altmann konnten nach Palästina fliehen. Die Eltern und die jüngste Tochter wurden 1938 nach Polen abgeschoben und nach der Besetzung ermordet. Auf der Tschaikowskistraße 4 erinnert nun ein Stolperstein an sie.

In Deutschland und anderen Ländern in Europa liegen mittlerweile bald 40 000 dieser Steine und halten die Erinnerung lebendig. Allein in Deutschland gibt es sie in mehreren hundert Orten. In Leipzig sollen Ende dieses Jahres wieder neue Steine hinzukommen.

dpa

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