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Lokales 25 Jahre Anker-Verein: Konzert mit Renft im Stadtbad Leipzig
Leipzig Lokales 25 Jahre Anker-Verein: Konzert mit Renft im Stadtbad Leipzig
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11:37 18.03.2016
Noch eine Baustelle, im September wieder offen: Der Anker in Leipzig-Möckern.   Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Der Anker feiert Geburtstag: Am 26. März startet die Festwoche zum 25-jährigen Bestehen. Auf den Tag genau zum Gründungstag des Anker e.V. „Schön, dass das ein Samstag ist“, freut sich Geschäftsführerin Heike Engel. Denn Samstag ist ideal für eine fette Party, natürlich mit den Wegbegleitern des Möckernschen Kulturhauses. Dazu gehört allen voran die Klaus-Renft-Combo, die sage und schreibe vor 55 Jahren zum ersten Mal im Anker auf der Bühne stand.

Im Anker-Stammhaus in der Renftstraße 1 liegt noch Baustaub in der Luft, deshalb steigt das Jubiläumskonzert im Stadtbad. „Eine richtig schöne Location“, sagt Engel. Sie ist sich sicher: Viele Anker-Konzertstammgäste kennen das Stadtbad noch mit gefülltem Becken – und verbinden damit sentimentale Erinnerungen. Der Jubiläumsabend dürfte aber laut und fröhlich werden. Nahezu 800 Tickets für den 26. März sind schon verkauft, einige sind noch zu haben.

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25 Jahre Anker e.V. - das soll ab 26. März in Leipzig gefeiert werden. Impressionen und Konzerthighlights aus einem Haus, das aus der Kulturlandschaft Leipzigs nicht wegzudenken ist.

Zu den Highlights der Festwoche gehören außerdem Schnupperkurse für Kinder und Senioren, „Hinter-den-Kulissen-Führungen“ im Interim Gustav-Kühn-Straße 8 und ein Abend zur Anker-Geschichte. (29. März, 18 Uhr im Pfarrhaus Möckern). Dafür konnte der Verein die örtliche Historikerin Ulrike Kohlwagen gewinnen, „und sie weiß einfach alles“, schwärmt Engel. Am 2. April feiern Dirk Zöllner und André Gensicke als „Duo Infernale“ in der Alten Handelsbörse musikalisch mindestens das letzte Vierteljahrhundert.

Umzug im September

Die Festwoche markiert auch den Start für den Endspurt einer rund zwei Jahre dauernden Anker-Sanierungsphase. „Im Sommer bekommen wir die Schlüssel vom Kulturamt für das Haus zurück“, so Engel. Ab September, so hofft sie, kann die Renftstraße 1 wieder Heimat des soziokulturellen Zentrums sein.

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Der Endspurt für die Sanierung des soziokulturellen Zentrums Anker in Leipzig-Möckern läuft. Im Sommer sollen Vereinsgebäude, das Kinder- und Jugendzentrum und die Kneipe nach zwei Jahren Um- und Neubau an den Anker-Verein zurückgegeben werden. Der Saalbau wird aber vermutlich erst 2017 fertig. Foto: Dirk Knofe

Damit dürfte für das Anker-Team auch eine Achterbahn der Gefühle enden, die durch den Kampf um finanzielle Mittel für den Umbau, Zeitplanverzögerungen und unliebsame Überraschungen am Bau führte. Vor allem der Saal machte dem Team und der Kommune Kopfzerbrechen. Das zu DDR-Zeiten wohl unsachgemäß renovierte Gemäuer gab viele Schäden erst nach und nach preis. Mittlerweile kostete die Sanierung des Ensembles aus dem 19. Jahrhundert rund 5,8 Millionen Euro, davon 1,5 Millionen Euro aus Fördermitteln.

„Ich bin guter Dinge“, sagt Engel jetzt. Die Winter in unbeheizbaren Räumen sind ihr noch lebhaft in Erinnerung – und dann endgültig passé. Es sei schön und aufregend, bald gemeinsam mit Kursleitern und Teilnehmern brandneue Räume mit moderner Ausstattung zu beziehen.

Auch die Anker-Kneipe soll bis zum September fertig sein. Kühle Getränke gibt es auch in dem Neubau in gewohnt gemütlichem Anker-Ambiente. „Das Gebäude ist ja eine Rekonstruktion“, sagt die Anker-Geschäftsführerin. Die Details stimmen, von den Fenstern bis zu Plattencovern an der Decke. Nur wann im Saalbau wieder die Spotlights angehen und die Boxen dröhnen, ist noch unklar: „Vielleicht im Sommer 2017“, hofft Engel. Und gemessen an 25 Jahren Anker-e.V.-Geschichte ist das ja nur ein Wimpernschlag.

www.anker-leipzig.de

Von Evelyn ter Vehn

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