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Lokales „25 Jahre Tschernobyl“ – Leipziger Bündnis ruft zu Demonstration gegen Atomkraft auf
Leipzig Lokales „25 Jahre Tschernobyl“ – Leipziger Bündnis ruft zu Demonstration gegen Atomkraft auf
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22:57 22.04.2011
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Leipzig

Um 18 Uhr soll die Veranstaltung auf dem Augustusplatz beginnen. Zwei Stunden später soll die Aktion an gleicher Stelle mit der Vorführung des Films „Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen“ zu Ende gehen. Die Demonstration findet auf den Tag genau 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl statt.

„Auch 25 Jahre nach dem Super-GAU und vielen weiteren Beinahe-Katastrophen, wie 2006 im schwedischen Forsmark oder 1979, 1983 und 2009 im amerikanischen Harrisburg, ist die Gefahr Atomkraft nicht gebannt“, erklärt Sandra Post vom Bündnis das Anliegen der Demonstration. Spätestens seit es im japanischen Fukushima zum zweiten atomaren Super-GAU der Geschichte kam, müsse klar sein, dass es keine Sicherheit geben kann.

„Die richtige Schlussfolgerung aus den vielen Zwischenfällen und insbesondere der Katastrophe von Tschernobyl hätte längst gezogen werden müssen.“, stellt Mike Nagler, der Attac im Bündnis vertritt, fest. Die langfristigen Folgen für Umwelt und Gesundheit, sowie der sozioökonomische Aspekt müssten nun endlich von den Regierungen bei der Gestaltung ihrer Energiepolitik umfassend anerkannt und berücksichtigt werden. „Gerade die Reaktionen der Bundesregierung machen deutlich, dass mehr Druck durch die Bevölkerung entstehen muss, um ein Handeln zu erzeugen“, erläutert Nagler hinsichtlich des Ziels der Demonstration.

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz, wies daraufhin, dass der Atomausstieg nur ein Teilschritt, obgleich ein entscheidender, in Richtung postfossile Zukunft sei. „Unser Ziel ist es nicht, durch einen sofortigen Atomausstieg die anderen fossilen Energiequellen wieder zu beleben“, so John. „Es wird ganz deutlich, dass eine Zukunft ohne fossile Energieträger möglich ist - und das bereits in den nächsten Jahrzehnten.“

Jürgen Kasek, der die Demonstration angemeldet hat, zeigte sich zuversichtlich über die erwartete Teilnehmerzahl und den Ablauf. „Wir rechnen mit mehreren Hundert Menschen, die mit uns zusammen demonstrieren.“, so Kasek.

Zur Demonstration rufen nach Angaben der Veranstalter inzwischen nicht nur die Parteien SPD, Linke und die Grünen auf, auch zahlreiche Umweltverbände, Gewerkschaften und Kirchen unterstützen die Aktion. So wird bei der Zwischenkundgebung an der Thomaskirche unter anderem der dortige Pfarrer Christian Wolff sprechen. Auch Gruppen aus Halle und Dresden hätten sich inzwischen angekündigt.

stb

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