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32 Millionen Euro für Straßen und Brücken: Das sind Leipzigs größte Bauprojekte 2013

32 Millionen Euro für Straßen und Brücken: Das sind Leipzigs größte Bauprojekte 2013

Schlaglöcher sollen verschwinden, Straßen und Brücken erneuert werden. Insgesamt 32 Millionen Euro will die Stadt 2013 in Projekte für die Verkehrsinfrastruktur investieren.

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Die sechs größten Straßenbauprojekte 2013 in Leipzig: Insgesamt will die Stadt 32 Millionen Euro investieren, um Brücken und Straßen zu erneuern.

Quelle: Bert Klinghammer Grafik

Leipzig. Von den 132 Millionen Euro, die der Freistaat Sachsen den Kommunen in diesem Jahr an Zuschüssen bereitstellt, kommt etwa ein Zehntel in der Messestadt an. „Wir rechnen mit 13,2 Millionen Euro an Fördermitteln. Damit bewegen wir uns insgesamt auf dem Niveau von 2012“, sagt Edeltraut Höfer, Leiterin des Verkehrs- und Tiefbauamts.

Auch wenn Prestigeprojekte wie der Umbau der Karl-Liebknecht-Straße erst im kommenden Jahr starten, will die Stadt in diesem Jahr mehrere große Bauvorhaben beginnen oder fortführen. LVZ-Online zeigt, wo das meiste Geld verbaut wird:

Lützner Straße:

Der Ausbau der wichtigen Magistrale im Leipziger Westen geht 2013 in die letzte Phase. Ab August rücken zwischen Plaut- und Henriettenstraße die Bagger an. Neben Wasserleitungen werden auch die Straßenbahnschienen erneuert und zum Rasengleis umgebaut. Eine neue Haltestelle mit dem Namen Credéstraße soll entstehen und den bisherigen Stopp Radiusstraße ersetzen. Außerdem werden die Haltestelle Lindenau Bushof erneuert, Bäume gepflanzt, neue Parkplätze geschaffen und die Gehwege saniert. Zusammen mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) investiert die Stadt zwei Millionen Euro, davon 700.000 Euro Fördergelder. Insgesamt wurden dann seit 2011 auf zwei Kilometern zwischen Odermannstraße und Saarländer Straße mehr als 40 Millionen Euro verbaut.

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August-Bebel-Straße: Für die grundhafte Sanierung des knapp 770 Meter langen Abschnitts zwischen Wundtstraße und Kurt-Eisner-Straße will die Stadt zwei Millionen Euro investieren.

Quelle: Regina Katzer

August-Bebel-Straße:

Bis 1999 rollte hier die Straßenbahnlinie 24 zwischen Gohlis und der Südvorstadt. Seitdem sind die Gleise verwaist. Nun sollen die alten Schienen wie zuvor bereits in der Kurt-Eisner-Straße auch in der August-Bebel- und Dufourstraße entfernt werden. Für die grundhafte Sanierung des knapp 770 Meter langen Abschnitts zwischen Wundtstraße und Kurt-Eisner-Straße will die Stadt zwei Millionen Euro investieren, davon kommt eine Million Euro vom Freistaat. Die Bushaltestellen sollen behindertengerecht ausgebaut und die Gehwege sowie Straßenlaternen erneuert werden. Auf beiden Seiten der Straße entstehen zudem separate Radfahrstreifen. Bauzeit ist von Juni bis Dezember, so dass die Strecke zum Start für das Großprojekt Karl-Liebknecht-Straße Anfang 2014 als Ausweichroute dienen kann.

Wurzner Straße:

Eine der schlimmsten Schlaglochpisten im Leipziger Osten soll in diesem Jahr verschwinden. Auf dem besonders zerschlissenen Straßenabschnitt der Wurzner Straße zwischen Dresdner Straße und Torgauer Straße soll ab August die gesamte Fahrbahn erneuert werden. Die Arbeiten auf dem rund 630 Meter langen Bauabschnitt in Neustadt-Neuschönefeld sollen sich über eineinhalb Jahre erstrecken. Neben einer barrierefreien Straßenbahnhaltestelle an der Wiebelstraße entstehen neue Radwege sowie Parkplätze. Auch zwei neue Ampelanlagen an den Knotenpunkten zur Hermann-Liebmann-Straße sowie zur Torgauer Straße werden gebaut. Insgesamt investiert die Stadt dafür 1,3 Millionen Euro, davon 600.000 Euro Fördergelder.

Bornaische Brücke:

Im Januar vergangenen Jahres war mit dem etappenweisen Abriss der maroden Brücke zwischen Connewitz und Dölitz begonnen worden. In diesem Jahr werden die Arbeiten fortgesetzt. Nach dem Abriss der östlichen Brückenseite wird in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen, bei dem die westliche Seite der 1980 erbauten Überführung abgebrochen und neu errichtet wird. Fußgänger, Radfahrer und die Straßenbahn verkehren ab Mitte 2013 über den fertig gestellten ersten Bauabschnitt der neuen Brücke. Die Fertigstellung des gesamten Bauwerkes ist für Mitte 2014 geplant. In diesem Jahr sind 5,5 Millionen Euro im Haushalt eingeplant, der Freistaat zahlt davon 3,1 Millionen Euro.

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Bornaische Brücke in Connewitz: Nach dem Abriss der östlichen Seite wird in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen

Quelle: Regina Katzer

Teslabrücke:

Bereits Anfang 2012 wurde mit dem ersten Bauabschnitt des Neubaus begonnen. In der letzten Dezemberwoche folgte der Abriss der alten Brücke. 2013 wird der zweite Bauabschnitt an der wichtigen Straßenbahnüberführung in Heiterblick in Angriff genommen. Fahrzeuge durften zuletzt nur noch mit maximal zehn Stundenkilometern über das rund 100 Jahre alte Bauwerk rollen, zudem galt eine Lasteinschränkung bis 2,8 Tonnen. Geplante Fertigstellung ist Ende 2013. Das gesamte Bauprojekt kostet etwa 14 Millionen Euro – zwei Millionen mehr als ursprünglich geplant. In diesem Jahr fließen 4,7 Millionen Euro, davon 1,3 Millionen Euro Fördergeld vom Freistaat.

Parthebrücke Tauchaer Straße:

Im Juni beginnt nach aktuellen Planungen der Abriss der maroden Brücke aus dem Jahr 1890, die die Stadtteile Mockau und Thekla verbindet. Bis Mai 2015 soll in drei Bauphasen ein Ersatzneubau entstehen, der als Spannbetonrahmenkonstruktion mit einer Stützweite von 23 Metern konstruiert ist. Die Arbeiten erfolgen halbseitig, so dass die Brücke nur für den Autoverkehr gesperrt werden muss. Für Straßenbahnen, Busse, Radfahrer und Fußgänger bleibt sie weiter nutzbar. Vier Millionen Euro verschlingt das Bauprojekt insgesamt. In diesem Jahr rechnen die Planer mit Kosten von 1,3 Millionen Euro, davon 700.000 Euro an Fördermitteln.

5,3 Millionen Euro für Schlaglochbeseitigung

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Eines von vielen Schlaglöchern in Leipzig. „Wir haben hier, wie viele andere Städte auch, großen Nachholbedarf“, erklärt Verkehrs- und Tiefbauamtsleiterin Edeltraut Höfer.

Quelle: André Kempner

„Wir haben hier, wie viele andere Städte auch, großen Nachholbedarf“, erklärt Verkehrs- und Tiefbauamtsleiterin Edeltraut Höfer. In manchen Straßen klaffen inzwischen kratertiefe Schlaglöcher von bis zu sieben Zentimetern Tiefe – eine Gefahr vor allem für Motorradfahrer. „Im Moment ist es schwierig zu flicken“, sagt Höfer. Provisorisch können die größten Löcher in den Wintermonaten mit Kaltmischgut gefüllt werden, was allerdings nur kurzfristig Abhilfe schaffe. Erst ab März, wenn es die Temperaturen zuließen, würden die Buckelpisten nachhaltig ausgebessert. Dafür stehen 5,3 Millionen Euro aus dem Budget für Straßenunterhaltung zur Verfügung. Darüber hinaus fließen 500.000 Euro in Gehwegreparaturen. „Zuallererst wird damit das Straßenhauptnetz geflickt“, erklärte Höfer. Auch Nebenstraßen sollen repariert werden, insbesondere dort, wo Busse fahren.

Im Rahmen des Deckenbauprogramms werden zwei Straßen erneuert: die stadtwärtige Fahrbahn der Eutritzscher Straße von Ernst-Pinkert-Straße bis Parthenstraße sowie die Brückenstraße von der Dieskaustraße bis zur Ortsgrenze nach Markkleeberg. 2014 soll wieder ein umfangreicheres Deckenbauprogramms umgesetzt werden, so Höfer.

Robert Nößler

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