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Lokales 35 Jahre Grünauer Garnevals Glub: Alle Macht den Elferräten
Leipzig Lokales 35 Jahre Grünauer Garnevals Glub: Alle Macht den Elferräten
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00:18 05.03.2017
Mit akrobatischen Einlagen begeisterten die Tänzerinnen das Publikum. Die Gardetänzer und Schautanzgruppen sind ein Aushängeschild des Vereins.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Nach der Saison ist vor der Saison“, bilanzierte Verena Hesse, Präsidentin des Grünauer Garnevals Glub (GGG), am Rosenmontag. Recht hat sie. Doch bevor mit dem Aschermittwoch das Ende der diesjährigen Karnevalssaison besiegelt wurde, ließen es sich die närrischen Grünauer nicht nehmen, noch einmal das Tanzbein zu schwingen. Anlass dazu gab es in diesem Jahr gleich doppelt: Mit einer Jubiläumsveranstaltung konnte neben dem Rosenmontag zugleich das 35-jährige Bestehen des Vereins gebührend gewürdigt werden. „Wir feiern heut’ in Saus und Braus und roll’n den roten Teppich aus“, so lautete der Plan für einen langen Abend.

Für die Präsidentin war es aber auch Anlass, die Arbeit der Vereinsmitglieder und den Karneval in Leipzig zu loben. Oft werde Karneval unterschätzt und viele hielten das Ganze für Jux und Tollerei. „Dabei ist Karneval genau so harte Arbeit wie in anderen Vereinen auch.“ Es erfordere viel Zeit und Disziplin, damit alles reibungslos funktioniere. Doch damit genug der ehrlich-mahnenden Worte an diesem Jubiläumstag. Der GGG erdachte sich für die Jubiläumsfeier nämlich ein Programm, das es in sich hatte.

Den Abend eröffneten die Schautanzgruppen von Minis, Jugend, Junioren und Aktiven, die das Grünauer Publikum im Kultur- und Freizeitzentrum Völkerfreundschaft mit einem rasanten Revuetanz begeisterten. In bester Form präsentierten sich ebenfalls die Gardetänzer mit akrobatischen Einlagen. „Viele unserer Trainer haben schon als Kinder hier angefangen“, berichtete Verena Hesse. Das zeichne diesen Verein eben aus: Von Klein bis Groß seien alle Generationen vertreten. Nach dem sportlichen Auftakt der jungen Damen ließ es das Prinzenpaar gemächlicher angehen. Mit einem Walzer leiteten Caroline I. und Udo I. das Galaprogramm ein.

Besonderes Highlight war hier abermals das Grünauer Urgewächs Hausmeister Harald. Dabei brillierte der Mann mit Kittel und Pömpel nicht nur als redseliger Einheizer. Nein, er versuchte sich zudem als blondierte Schreibhilfe von Angela Merkel und bewies, dass er es auch ins Kanzleramt schaffen könnte – wenn er es denn nur wollte. Die Kanzlerin war an diesem Abend omnipräsent. In einer Wahlkampfdebatte musste sich „Deutschlands Mutti“ (Anja Heimann) mit einem wortgewandten Narren (Rüdiger Tauer) messen: „Darum Schluss mit scheinheiligen Reden – alle Macht den Elferräten“, forderte der Letztgenannte.

Mit einer Mischung aus Klamauk, Musik und weiteren Tanzeinlagen wurde die Jubiläumsfeier abgerundet. Ein besonderer Hingucker für das weibliche Publikum war das Männerballett „Die Hubbdohlen“. Wäre da nicht ein wenig Bartwuchs in den Gesichtern zu sehen gewesen – man hätte sie glatt für die Spice Girls halten können. Die Jubiläumsfeier des GGG gab allen Anlass zu der Annahme, dass es in Grünau auch im nächsten Jahr wieder närrisch zugehen wird. Denn nach der Saison ist schließlich vor der Saison: „Grünau Helau!“

Von David Knapp

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