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400 Polizeibeamte durchsuchen Wohnungen in Sachsen - 21-Jähriger in Leipzig festgenommen

400 Polizeibeamte durchsuchen Wohnungen in Sachsen - 21-Jähriger in Leipzig festgenommen

Im Auftrag der Dresdner Staatsanwaltschaft hat die Polizei am Dienstagmorgen eine Wohnung im Leipziger Stadtteil Connewitz durchsucht. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung und ließ darüber hinaus auch in Wohnungen und Geschäftsräumen in Dresden, Machern, Grimma, Niesky, Senftenberg und Finsterwalde nach Beweismitteln fahnden.

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Hier suchten die Beamten am Morgen nach Beweisen für den Verdacht der Dresdner Staatsanwaltschaft.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Insgesamt 20 Objekte standen am Dienstag im Fokus der Polizei, 400 Beamte waren an der Aktion beteiligt. Nach Angaben von Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft, wurden dabei Computertechnik und Dokumente, aber auch Sturmhauben und Schlagwaffen sicher gestellt.

In Leipzig wurde zunächst ein 21-Jähriger festgenommen, bei dem die Polizei 550 Gramm Marihuana sowie 2500 Euro Bargeld fand. Er ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Andere Festnahmen habe es bei den Durchsuchungen nicht gegeben, so Haase. „Das war nicht beabsichtig und es gab auch keinen Haftbefehl.“

Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen 16 Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 33 Jahren, denen vorgeworfen wird, „ansatzlos, gezielt und zum Teil äußerst brutal“ gegen Personen des politisch rechten Spektrums vorgegangen zu sein. „Die Täter waren überwiegend maskiert und sicherten sich während der Straftaten gegenseitig ab“, heißt es dazu weiter in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben der Staatsanwaltschaft. Die Behörde geht davon aus, dass es sich um eine zusammenhängende Gruppe handelt, die über mehrere Städte hinweg kooperierte.

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Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat am Dienstagmorgen mehrere Räume im alternativen Wohnprojekt „Praxis“ in der Landeshauptstadt durchsuchen lassen. Etwa 150 Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) und der Bereitschaftspolizei verschafften sich gegen 4 Uhr Eintritt in das Gebäude und krempelten insgesamt fünf Stunden lang sämtliches Wohnungsinventar des Gebäudes um.

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Im Detail ermittelt die Behörde beispielsweise im Fall eines Angriffs auf zwei Reisebusse am 19. Februar 2011 auf einem Parkplatz in Freital, bei dem acht bis zehn bisher unbekannte Täter Pflastersteine auf die beiden Fahrzeuge warfen. Laut Staatsanwaltschaft nahmen die Täter dabei Verletzungen der Busfahrer in Kauf. Die Fahrzeuge waren auf dem Weg zum rechtsextremen Aufmarsch am selben Tag in der sächsischen Landeshauptstadt.

In einem weiteren Fall sollen Mitglieder der Gruppe im Oktober 2009 in Leipzig Rechtsextreme angegriffen haben, die von einer Demonstration nach Hause zurückgekehrt waren. Dabei wurden die Neonazis, wie es im Bericht der Staatsanwaltschaft heißt, „mit Faustschlägen und Fußtritten so traktiert, dass sie zu Boden gingen. Einem der Rechtsextremen wurde mehrfach brutal auf den Kopf und in den Bauch getreten. Daraufhin verlor dieser das Bewusstsein und musste mit zum Teil lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.“

Ein dritter, von den Ermittlungsbehörden veröffentlichter Fall, berichtet von einer Sachbeschädigung am alternativen Wohnprojekt in der Dresdner Columbusstraße 9. Wenige Minuten nach dem Angriff nahmen zwölf bis fünfzehn Personen die Verfolgung der Täter auf, stellten die Neonazis und schlugen auf sie ein. „Ein Tatverdächtiger warf einen Stein auf einen der Geschädigten. Dieser traf ihn am Kopf und riss ihm einen Teil des rechten Ohres ab. Im Anschluss bekam dieser Geschädigte einen Schlag (vermutlich mit einem Baseballschläger) auf den Hinterkopf“, heißt von Seiten der Dresdner Staatsanwaltschaft.

Matthias Puppe / maf / dpa

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