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Lokales 446.000 Euro für Unicef - Fotos von der Scheckübergabe mit Eva Padberg
Leipzig Lokales 446.000 Euro für Unicef - Fotos von der Scheckübergabe mit Eva Padberg
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19:14 26.01.2010
Leipzig

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) überreichte im Namen aller Teilnehmer, Unterstützer und Helfer einen Scheck über 446.000 Euro. Mit solch einem Ergebnis war vor wenigen Wochen sicher nur von den kühnsten Optimisten gerechnet worden.

Jung macht es nochmal richtig spanend: "Ich sage Ihnen zunächst nur die Summe, die zwei Leipziger Unternehmer als letzte noch draufgelegt haben: 9531 Euro." Damit wissen die geladenen Gäste - überwiegend die Organisatoren der knapp 150 Veranstaltungen sowie Einzelspender - noch lange nicht, welche Summe kurz darauf auf dem Spendenscheck Leipzigs als Städtepartner des Kinderhilfswerks stehen wird. Erst als der OBM verrät, dass dies zwei Prozent der bis zum Stichtag eingegangenen Spendensumme ist, haben es die Schnellrechner bald raus: Leicht gerundet sind es 446000 Euro.

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Damit wird das Ziel von einem Euro pro Einwohner - per 31. Dezember des Vorjahres hat Leipzig laut Jung etwa 523000 - zwar nicht ganz erreicht, das Stadtoberhaupt spricht dennoch von "einer sehr, sehr angenehmen Überraschung". Nach den Querelen innerhalb der Hilfsorganisation im Jahr 2008 hatte es lange nicht nach einem Ergebnis wie dem erreichten ausgesehen. Die beiden Zwei-Prozent-Spender Johann Wagnermeyer, Vorstand der Meam AG, und Detlef Glörfeld, Chef der Medica-Clinic, haben mit ihrer Aufstockung übrigens ein vor Jahren gegebenes Versprechen gegenüber der deutschen Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen eingelöst.

Wenige Stunden zuvor bei Leipzigs größtem privaten Bildungsträger: Erwartungsvolles Gemurmel im Raum B112G der Bernd-Blindow-Schule. Die Sitze reichen bei weitem nicht aus. Vor der überwiegend weiblichen Zuhörerschaft spricht Eva Padberg über ihre Eindrücke als Unicef-Botschafterin von Reisen nach Afrika. Über "schlimmste Erfahrungen in einem Steinbruch" nahe der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Burkina Faso, das sie neben Ruanda ein Jahr zuvor bereits besucht hatte. Über die Schwierigkeiten, "aus den Jüngsten Lebensziele und Kinderwünsche herauszubekommen".

Und von den leuchtenden Augen, die sie bei Kindern wie Müttern entdeckt, die bereits in den Genuss eines der Unicef-Hilfsprojekte gekommen sind. Fragen - "bitte nicht zur Fashion" - gibt es zwar aus dem sichtlich beeindruckten Auditorium nicht, doch nimmt sich das in Bad Frankenhausen geborene Model im Anschluss Zeit für das eine oder andere private Zwiegespräch.

Und wie bekommt man ein Model dieser Kategorie in die Schule? "Wir haben uns bereits im letzten Jahr mit mehreren Aktionen an den Unicef-Aktivitäten beteiligt und nach der Anfrage der hiesigen Arbeitsgruppe kurzfristig einen Projekttag organisiert", plaudert Michael Blindow aus dem Nähkästchen. Eva Padberg habe er bei ihrem Besuch als eine "sehr natürliche und offene Person" erlebt, die die Realität kenne und verstehe. Die so Gelobte dankt, lächelt und schwebt zur Scheckübergabe

Martin Pelzl

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