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Lokales 45 Millionen Euro reichen nicht: Grüne in Leipzig fordern höheren Zuschuss für LVB
Leipzig Lokales 45 Millionen Euro reichen nicht: Grüne in Leipzig fordern höheren Zuschuss für LVB
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18:02 10.07.2014
Die LVB haben trotz Problemen immer mehr Fahrgäste. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Aus Sicht der Grünen-Fraktion kommt das Unternehmen trotzdem kaum mit der Sanierung nach. „Die LVB brauchen endlich wieder mehr Eigenmittel“, sagt Michael Schmidt gegenüber LVZ-Online.

Schmidt ist Abgeordneter im Stadtrat und vertritt die Grünen im Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe. Der Politiker vermisst vor allem ein Problembewusstsein beim Mutterkonzern Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV). Unter dem Dach der Management-Holding Leipzigs werden die Stadtwerke, die Kommunalen Wasserwerke und die LVB geführt. Aus Erlösen der kommunalen Unternehmen werden die Leistungen der Verkehrsbetriebe querfinanziert.

Mit dem Streben nach mehr Wirtschaftlichkeit sind diese Zuschüsse in den vergangenen Jahren gesunken – um 15 Millionen Euro, rechnen die Grünen vor. 45 Millionen Euro fließen aber immer noch vertraglich geregelt an die LVB. Im LVZ-Interview darauf angesprochen, dass der Zuschuss hinten und vorn nicht reiche, parierte LVV-Chef Volkmar Müller: „Das muss ja nicht heißen, dass er zu niedrig ist.“

Höhere Fahrpreise nicht die Lösung

Die Haltung ärgert LVB-Aufsichtsrat Schmidt: Auch wenn die Verkehrsbetriebe auf ihre wirtschaftliche Entwicklung zu recht stolz sein könnten – der Sparkurs habe seinen Preis. Instandhaltung, Lärmschutz und Netzausbau würden in Leipzig nur zu einem Bruchteil realisiert. „So kann das nicht weitergehen“, sagte Schmidt.

Im Stadtrat seien die Grünen zwar schon einmal mit einem Vorstoß gescheitert, dass die LVB stärker finanziell unterstützt werden müssten. Sie wollen aber nicht locker lassen. Ein attraktiver ÖPNV lasse sich nicht mehr durch jährliche Fahrpreiserhöhungen finanzieren. Die Grünen fordern: Die Probleme müssen auf den Tisch, sonst drehe sich die Preisspirale ungebremst weiter.

Und die Attraktivität des ÖPNV-Netzes in Leipzig könnte sinken: Zu den akuten Problemen gehört auch, dass die rund 1000 Fahrer offenbar bei den LVB-Tochtergesellschaften LSVB und Leobus zu wenig verdienen. Aufgrund eines vergleichsweise niedrigen Lohns würden die Fahrer abgeworben oder wandern zur Konkurrenz, schildern die Grünen. Die Kunden haben das Nachsehen: So hat die LVZ berichtet, dass an einem einzigen Wochenende 29 Fahrzeuge nicht besetzt werden konnten. Fernbusunternehmen böten mehr Geld und Zusatzleistungen, so Schmidt. „Und die Fahrer haben auf der Autobahn auch noch weniger Stress als im Stadtverkehr.“

Für 2013 verkündeten die LVB trotz aller Hürden einen Fahrgastrekord von 142,2 Millionen Kunden – 3,1 Millionen mehr als im Vorjahr.

Evelyn ter Vehn

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