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Lokales 500 faszinierende Bilder: Wissenschafts-Ausstellung gastiert am Flughafen Leipzig/Halle
Leipzig Lokales 500 faszinierende Bilder: Wissenschafts-Ausstellung gastiert am Flughafen Leipzig/Halle
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12:28 12.07.2011
Wer seinen Koffer abgibt, darf in einen anderen reinschauen: Seit Dienstagmorgen ist in der Check-in-Halle des Schkeuditzer Flughafens die Wanderausstellung „Wunderkammer Wissenschaft“ zu sehen. Quelle: André Künzelmann
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Leipzig

Ein reiches Repertoire an Mikroskopaufnahmen, Satellitenfotos, Computeranimationen oder Röntgenaufnahmen bringt die Wanderausstellung auf großen LCD-Bildschirmen mit – 500 durch sphärische Klänge untermalte Wissenschaftsbilder können täglich von 6 bis 22 Uhr im zentralen Check-in-Bereich bewundert werden.

Leipzig. Wer seinen Koffer abgibt, darf in einen anderen reinschauen: Seit Dienstagmorgen ist in der Check-in-Halle des Schkeuditzer Flughafens die Wanderausstellung „Wunderkammer Wissenschaft“ zu sehen, bei der es in 17 riesigen Aluminiumkoffern beeindruckende Bilder zu entdecken gibt. Die Idee zur Ausstellung hatte das Leipziger Umweltforschungszentrum, das faszinierende Bilder beisteuert.

Vielfältige wissenschaftliche Einblicke gilt es zu entdecken: Den gepanzerten Flohkrebs „Roter Ritter“, den Protonenbeschleuniger LHC I, Bilder einer Sternenexplosion, Naturphänomene der Arktis und der Ozeane, Nanopartikel in Großaufnahme und vieles mehr.

Zusammengestellt und durchgeführt wird die Ausstellung von Deutschlands größter Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft. Beiträge liefern die ihr angehörenden 17 Forschungszentren – in Leipzig das Umweltforschungszentrum (UFZ) in der Permoser Straße. Doris Böhme vom UFZ erklärt, wie es zu dem Projekt kam: "Die Idee dafür ist hier bei uns entstanden. Schwierigkeiten hatten wir dabei, einen Möglichkeit zu finden, die gesamten Forschungsbereiche aller 17 Helmholtz-Zentren darzustellen." Nach langem Überlegen habe man feststellen müssen, dass das in einer klassischen Ausstellung nicht möglich sei.

„Wunderkammer Wissenschaft“ will deshalb vor allem visuell überzeugen: Auf unmittelbare Erklärungen der präsentierten Bilder wird bewusst verzichtet. Lediglich einzelne Begriffspaare verweisen auf die dargestellten Gegenstände und die Forschungsarbeit, die sich dahinter verbirgt.

Wer Lust hat, mehr zu erfahren, kann sich an zwei Touch-Screens, Audiostationen und durch ausliegende Begleithefte weiter informieren. "Wir wollten einen neuen Weg gehen, uns auf die Bilder konzentrieren. Es muss nicht immer alles bis ins Detail verstanden werden, um Wissenschaft faszinierend zu finden", so Böhme.

Das UFZ selbst steuert zum Beispiel Bilder des Forschungsbereiches biologische Vielfalt bei. Dabei rücken Insekten in den Vordergrund – Fotos von Großkopflibelle, Schwebfliege oder des großen Feuerfalters sind zu betrachten.

"Viele empfinden Insekten als lästig, sie sind aber von enormer Wichtigkeit bei der weltweiten Blütenbestäubung. Die Arbeit, die sie leisten, hat einen jährlichen Wert von 150 Milliarden Dollar." Darüber hinaus gibt es mikroskopische Einsichten von Herz, Augen und Wirbelsäule von Fischembryonen und Laboraufnahmen von der Stoff-Auifnahme in Pflanzenwurzeln.

Am UFZ erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt, von Klimawandel bis Biotechnologie. "Natürlich wollen wir auch zeigen, dass es in Leipzig und Halle ein Helmholtz-Zentrum gibt und erklären, welche Forschung das UFZ betreibt. Aber ohne den Fingerzeig: Ihr müsst jetzt was lernen", sagt Böhme.

Leipzig ist die 13. Station der Helmholtz-Tour, die schon 2009 begonnen hat – 100.000 Besucher haben sie schon gesehen. Noch bis zum 20. August können Reisende sich die Wartezeit verkürzen und Interessierte die Ausstellung besuchen – der Eintritt ist frei.

Tobias Ossyra

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