Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales 6,7 Millionen Euro zusätzlich für Kongreßhalle am Zoo Leipzig - Kritik von FDP und Grünen
Leipzig Lokales 6,7 Millionen Euro zusätzlich für Kongreßhalle am Zoo Leipzig - Kritik von FDP und Grünen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:20 11.12.2014
So soll der Kongresshallen-Komplex am Zoo nach Fertigstellung aussehen. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Von Seiten der FDP-Fraktion und den Grünen gab es Kritik. Die meisten Stadträte wollten ein klares Bekenntnis: „Jetzt haben wir das Ding, jetzt müssen wir es auch in Betrieb nehmen“, sagte Gerd Heinrich von der CDU-Fraktion.

Schon aus wirtschaftlichen Erwägungen solle man die Kosten akzeptieren. Das bekräftigte auch SPD-Fraktionschef Axel Dyck: Mit der Fertigstellung des Bauwerks übernehme die Stadt auch Verantwortung für ihre Messe. Im Congress Center  Leipzig fehlen Räume mittlerer Größe, wie sie die historische Halle am Zoo künftig bieten kann.

Zur Galerie
Leipzig. Nachschlag für den Bau den Kongreßhalle am Leipziger Zoo: Am Mittwoch stimmten die Stadträte den Mehrausgaben von 6,77 Millionen Euro zu. Damit wird die Sanierung des Bauwerks auf 37,3 Millionen Euro steigen. Von Seiten der FDP-Fraktion und den Grünen gab es Kritik. Die meisten Stadträte wollten ein klares Bekenntnis: „Jetzt haben wir das Ding, jetzt müssen wir es auch in Betrieb nehmen“, sagte Gerd Heinrich von der CDU-Fraktion.

Der imposante Bau habe außerdem eine stadtbildprägende Rolle, so Dyck weiter. Er bewertete die Halle sogar als „identitätsstiftend“ für die Leipziger und betonte: „In wenigen Monaten wird das Ensemble in neuem Glanz erstrahlen. Vielleicht sogar mehr als je zuvor.“

Die Fraktion der Grünen sprach dagegen von Leichtfertigkeit seitens der Stadt beim Umgang mit den Kosten. Wolfram Leuze, langjähriger Fraktionschef der Grünen, kritisierte, dass Bedenken vom Tisch gefegt worden seien. Dabei sprach Leuze unter anderem die gestiegenen Baukosten und geringere Fördermittel an. 2,57 Millionen Euro wurden weniger gezahlt als erwartet.

Eine Rolle bei den höheren Ausgaben für die Stadt spielt auch die Leipziger Messe: Diese hat ihre Absichtserklärung zurückgezogen, sich an der Finanzierung des Innenausbaus zu beteiligen. Der Aufsichtsrat des künftigen Kongresshallen-Betreibers habe sich dagegen entschieden, so die kurze Begründung.

FDP-Fraktion: 17 Millionen Euro fehlen für Kitas und Schulen

Reik Hesselbarth von der FDP-Fraktion forderte „mehr Mut und Ehrgeiz“ von der Stadt, für solche Großprojekte Dritte zur Finanzierung ins Boot zu holen. „Wir haben uns als Stadtrat immer wieder für die Kostenübernahme entschieden, und nun tragen wir die Verantwortung dafür, dass das Geld nicht für Kitas und Schulen zur Verfügung steht, so Hesselbarth.

Insgesamt hat die Kommune nun 13,7 Millionen Euro für die Restaurierung selbst getragen. Dazu kommt ein Gesellschafterdarlehen der Stadt an die Zoo Leipzig GmbH als Eigentümer in Höhe von 3,9 Millionen Euro. Zurückgezahlt werden müssen davon 230.000 Euro, der größte Anteil wurde mit dem Beschluss vom Donnerstag in eine Kapitaleinlage für den Zoo umgewandelt.

Die Kongreßhalle soll zur 1000-Jahr-Feier der Stadt im kommenden Jahr feierlich eingeweiht werden. Das sei der optimale Zeitpunkt, um überregional Aufmerksamkeit zu erregen und so die Auslastung für das Kongress- und Veranstaltungsgeschäft zu sichern, heißt es im Papier für die Stadträte. Als Betreiber soll die Leipziger Messe GmbH fungieren. Mit dem aktuellen Beschluss legten die Ratsversammlung auch fest, dass Termine der Messe und des Zoos Vorrang haben – die Stadt Leipzig soll aber per Vertrag die Möglichkeit bekommen, bis zur vier Events pro Jahr „von allgemeinem öffentlichen, insbesondere stadtgesellschaftlichem Interesse“ durchzuführen.

Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf ihre erste Jahresbilanz für den Leipziger City-Tunnels sind die Deutsche Bahn und ihre Partner stolz. Seit der Eröffnung der beiden Röhren am 14. Dezember 2013 haben täglich rund 55.000 Fahrgäste das 430 Kilometer lange Streckennetz genutzt.

11.12.2014

Ab sofort ist die Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG unter der neuen Adresse „UNITAS Apels Bogen“ in der Käthe-Kollwitz-Straße 37 am Westplatz zu erreichen. Der Umzug von der Friedrich-Ebert-Straße 63 geschah bei laufendem Betrieb, so dass es nur zu geringfügigen Einschränkungen kam.

17.07.2015

Zum Schutz gegen die Vogelgrippe hat nun auch Leipzig eine Stallpflicht für die Geflügelhaltung in Teilen des Stadtgebiets erlassen. Die Allgemeinverfügung, die seit Mittwoch gilt, untersagt die Freilandhaltung in einem Bereich von bis zu 500 Metern zu den jeweiligen Uferlinien der Weißen Elster, des Cospudener Sees und des Kulkwitzer Sees.

11.12.2014
Anzeige